Neue Studie über das Thema Altern - Studienteilnehmer werden gesucht!


Studienteilnehmer über das Altern werden gesucht

Für die neue europaweite Altersstudie werden noch Testpersonen gesucht. Die Oberbürgermeisterin von Kirchheim, Angelika Matt-Heidecker, hat sich entschlossen, an der umfangreichen, wissenschaftlichen Studie, die das Thema des Alterns beinhaltet, teilzunehmen. Auf ihrem Schreibtisch sind statt Kugelschreiber Röhrchen zu Blutentnahme zu sehen. Fragebögen wollen beantwortet werden, Sitzungsvorlagen stehen hintenan, in der Mitte des Tisches thront ein Kraftmessgerät.

Für die Oberbürgermeisterin ist die Auseinandersetzung mit dem Altern deshalb wichtig, weil sie aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen für ihre Stadt die richtigen politischen Schlüsse ziehen kann. Einen kleinen Mosaikstein zu dieser europaweiten Studie steuern Dr. Jürgen Bernhardt und Anne Schulz aus Esslingen von der Firma BioTeSys dazu bei. Bernhardt merkt an, dass die Testpersonen keinen großen Zeitaufwand aufbringen müssten und die Studie absolut schmerzfrei ablaufe.

Ein sehr wichtiger Aspekt sei auch, dass die Anonymität aller gewonnenen Daten absolut gewährleistet ist. In 17 Ländern werden die Daten des Alters fachkundig erhoben. Eines davon ist Deutschland. Hier ist die Skepsis, zum gläsernen Menschen zu werden, groß. Das haben beim internationalen Austausch Schulz und Bernhardt mit ihren Fachkollegen festgestellt. Anne Schulz betont den Charakter der Studie, nur für die Wissenschaft sind die gewonnenen Daten bestimmt und dort bleiben sie auch. Es freut Matt-Heidecker, dass sie durch ihre Teilnahme wesentliche Erkenntnisse beisteuern kann.

Sie erläutert, dass man aus dem Resultat Schlussfolgerungen ziehen kann, inwieweit sich die Politik auf eine alternde Gesellschaft einstellen könne. Traditionell ist im Kirchheimer Gemeinderat die Auseinandersetzung mit dem Alter ein wichtiges Thema. So war es für die Bürgermeisterin eine klare Sache, sich als Probandin zur Verfügung zu stellen. Wie schon gesagt, weitere werden noch gesucht. Europaweit sollen etwa 4000 Testpersonen an der Studie teilnehmen. Der repräsentative Kreis Esslingen in Deutschland will 400 Testpersonen gewinnen, 300 haben sich bereits gemeldet, sagt Anne Schulz.

Alle Testpersonen müssen sich zu einem Blutentnahme-Termin bereit halten, der maximal eine halbe Stunde dauert. Das Blut, insgesamt 60 Milliliter, wird auf verschiedene Parameter untersucht, ebenso Mundschleimhaut und der Urin. Fragebögen werden verteilt, die über Bildung und Lebenslauf Auskunft geben sollen. Bei einem Treffen werden die kognitiven Fähigkeiten getestet, wie etwa Gedächtnisleistungen. Hier geht es nicht darum, gut abzuschneiden. Anne Schulz hat bemerkt, dass die meisten Menschen Bestleistungen vorzeigen wollen.

Sie tun so, als dürften sie nicht altern. Viele gehen in ihrem Leben auf die Jagd nach Rekorden. Die Studie dient aber dazu, ein Bewußtsein für gesundes Altern zu schaffen. Angelika Matt-Heidecker (56 Jahre) sagt, dass man akzeptieren müsse, dass im Alter manches anders läuft. Der etwas jüngere Dr.Jürgen Bernhardt ergänzt dazu, dass die Erfahrung, die man im Alter hat, vieles ausgleichen kann. Übereinstimmend stellen sie fest, je älter jemand ist, desto sicherer wird er in vielen Situationen.

Die aktuelle Studie soll nun klären, ob diese Erkenntnis alle so sehen und ob dieses Gefühl kippen kann. In der Uni Konstanz laufen die Ergebnisse zusammen. Warum ein Mensch langsam oder schnell altert, soll nach Abschluss der Studie Aufklärung bringen. Es werden 2013 neue Erkenntnisse dazu erwartet. Aus ihnen sollen Schlussfolgerungen zum gesunden Altern gezogen werden. Teilnehmer der Studie sollten zwischen 35 und 74 Jahre sein.

Melden können Sie sich bei Anne Schulz,

Telefonnummer: 0711/31 05 71 52 oder

e-Mail:   a.schulz@biotesys.de.

 


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 16.08.2010 - 00:00 Uhr
Kategorie: Medikamententester News

 

Kommentare

Anzeige: 1 - 1 von 1.
 

Samstag, 28.08.10 - 11:11 - Von: sihera81

Email an den Kommentator

Mir wird immer wieder gesagt, daß ich viel jünger aussehe als 58 Jahre. Also trete ich gern den Beweis an, das Altern nicht nur das Gehirn betrifft. Heiko Rataschewski, Kontaktaufname hier im Forum.

 
 

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