Medikamente und synthetischen Substanzen können süchtig machen - Medikamentenabhängigkeit


Medikamente können süchtig machen

Medikamente, die aus natürlichen oder synthetischen Substanzen bestehen, sind entwickelt und hergestellt worden, um unsere Körperfunktionen oder unsere Psyche heilenden Kräften auszusetzen. Allerdings besteht die Gefahr bei Medikamenten wie auch bei anderen Stoffen, dass diese zur Abhängigkeit führen können. Dies wiederum löst körperliche oder seelische Störungen aus.Eine Abhängigkeit von Medikamenten äußert sich zunächst in nachlassender Wirkung und der daraus folgenden Dosissteigerung. Kennengelernt wird das zukünftige Suchtmittel oft während ärztlicher Behandlung. Auch die Einnahme des Medikaments erscheint bei selbständiger Weiterbehandlung „legitimiert“. In der Regel bleibt Medikamentenabhängigkeit lange unerkannt und deshalb ohne Behandlung. Folgende fünf Medikamentengruppen besitzen im Wesentlichen Suchtpotential:

• Beruhigungs- und Entspannungsmittel (Tranquilizer)

• Schmerzmittel (Analgetika)

• Schlafmittel und dämpfende Mittel (Sedativa, Hypnotika)

• Aufputschmittel (Stimulanzien, zentralerregende Mittel)

• Hustenmittel

Die geschätzte Zahl medikamentenabhängiger Bundesbürger liegt bei ca. 1,5 Millionen. Weitaus höher liegt wahrscheinlich die Dunkelziffer. Zum Teil hohes Suchtpotential besitzen ungefähr 6 bis 8% der Arzneimittel, die häufig verordnet werden. Dazu zählen psychotrope Medikamente (das sind Mittel, die auf die Psyche einwirken) wie zum Beispiel Schlafmittel (Hypnotika), Tranquilizer (Benzodiazepin-Typ), Schmerzmittel, die zentral wirken, Medikamente, welche Codein enthalten, Medikamente vom Barbituratsäure-Typ und Psychostimulantien. Einige Substanzen lösen nur wenige Entzugserscheinungen aus, während bei anderen wiederum starke Entzugserscheinungen auftreten. Dazu zählen verschiedene Beruhigungsmittel (Tranquilizer). Nur durch ein langsames Absetzen (Ausschleichen) des Mittels können Entzugserscheinungen gemindert werden.

Intervallartige Entzugserscheinungen können infolge einer Depotwirkung im Körper noch Wochen bzw. Monate nach Absetzen des Medikaments auftreten. Sind solche Substanzen regelmäßig und lange eingenommen worden, sind psychische Störungen und körperliche Schädigungen zu erwarten, je nachdem, welche Substanzen im Medikament enthalten waren. Die Schädigungen äußern sich zum Beispiel in Ängsten, Verwirrtheit, Verfolgungswahn, Hirnschock, Herzversagen, dauerhafte Schäden an Leber und Nieren. In Suchtberatungsstellen und Fachkrankenhäusern erhalten Betroffene Hilfe. Diese Stellen sind auf die Behandlungsarten unterschiedlichster Süchte spezialisiert. Bei jedem einzelnen Fall wird entschieden, welche Behandlung die sinnvollste ist und die größten Aussichten auf Erfolg verspricht.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 08.09.2010 - 00:00 Uhr
Kategorie: Medikamententester News

 

Kommentare

Anzeige: 1 - 1 von 1.
 

Donnerstag, 21.04.11 - 14:48 - Von: line1998

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Super Seite!!!!!!!! War echt aufschlussreich für mich!!!!!!

 
 

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