Leberflecke als Hinweis auf erhöhtes Krebsrisiko


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Wenn Menschen auf einem Arm mehr als elf Leberflecke haben sollten, so könnten sich bei ihnen häufiger Melanome entwickeln. Ärzte könnten eine neue Methode verwenden, um die Gesamtzahl der Leberflecke auf dem ganzen Körper zu ermitteln. Teilbereiche des Körpers werden zu diesem Zweck untersucht. Auf diesen, „Proxy-Körperbereiche“ genannten Flächen, zählt man die Leberflecke. Der Arm ist beispielsweise dafür geeignet.

Um Hautkrebs festzustellen, kann die Anzahl der ermittelten Leberflecke nützlich sein. Diese ist wiederum für das Hautkrebsrisiko ein wichtiger Indikator. Melanome entstehen zu zwanzig bis vierzig Prozent aus Leberflecken. Forscher vom „Kings College London“ vermuten, dass sich das Hautkrebsrisiko pro weiterem Leberfleck um zwei bis vier Prozent erhöht. Jedoch das Ermitteln sämtlicher Leberflecke auf dem gesamten Körper erfordert in der Vorsorgeuntersuchung sehr viel Zeit.

Es reicht aber aus, wenn man nur bestimmte Körperteile untersucht. Das stellten Forscher bei früheren kleinen Studien fest. Die Gesamtzahl der Flecke lässt sich aus der Anzahl der aufgefundenen Leberflecke ermitteln. Um zu genauen Ergebnissen zu kommen, ist der Arm besonders geeignet, hat sich herausgestellt.

Um den nützlichsten „Proxy-Bereich“ aufzufinden, wurde in einer Studie vom „Welcome Thrust“ eine größere Anzahl von Teilnehmern untersucht. Dazu erfasste man die Daten von 3.594 weiblichen Zwillingen. Auf 17 Bereichen der Probanden wurden die Leberflecke von speziell geschulten Krankenschwestern gezählt. Erfasst wurden zusätzlich Haar- und Augenfarbe, Hauttyp und vorhandene Sommersprossen. Eine weitere Studie mit Frauen und Männern untermauerte die Ergebnisse.

Die Forscher stellten dabei fest, dass für das Vorhersagen der Gesamtzahl die Anzahl der Leberflecke am rechten Arm sehr zuverlässig sei. Hatten Frauen an ihrem rechten Arm sieben oder mehr Leberflecken, so konnten auf dem gesamten Körper fünfzig oder mehr Flecken gefunden werden. Frauen mit elf Leberflecken auf dem rechten Arm wiesen bereits eine Gesamtzahl von 100 und mehr auf. Somit hatten diese Frauen ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Als besonders genau für Vorhersagen stellte sich übrigens der Bereich oberhalb des rechten Ellbogens heraus. Mit der Gesamtzahl eng verbunden ist auch die Leberflecken-Anzahl auf den Beinen. Ein guter „Proxy-Bereich“ bei Männern ist auch der Rücken.

Es hat bereits frühere Arbeiten zur „Proxy-Methode“ gegeben. Daran knüpft die neue Studie, veröffentlicht im „British Journal of Dermatologie“, an. Es soll somit die zuverlässigste Stelle gefunden werden für Gesamtzahl – Vorhersagen von Leberflecken. Dr. Ribero vom „Kings College London“ als Hauptautor meint dazu, dass alles im Unterschied zu früher in einem wesentlich größeren Umfang geschehe. Auf die Grundversorgung könnten die Ergebnisse ganz erhebliche Auswirkungen haben. Die Ärzte könnten dann über ein leicht zugängliches Körperteil einfacher und schneller die Gesamtzahl von Leberflecken ermitteln. Es könnten also mehr Patienten mit einem Hautkrebsrisiko gefunden und überwacht werden, so der Forscher.

Dr. Claire Ritter, Medizinerin vom „Cancer Research UK“, ist der Meinung, dass sich aus Leberflecken weniger als 50 Prozent aller Melanome entwickeln. Wichtig für den eigenen Hauttyp sei also zu wissen, was normal ist. Ein Arzt sollte jedenfalls kontaktiert werden, stellt man eine Änderung von Form, Farbe oder Größe fest. Melanome könnten überall am Körper entstehen. Dr. Ritter mahnte deshalb an, dass grundsätzlich nicht nur die Arme allein untersucht werden sollten.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 26.10.2015 - 17:51 Uhr
Kategorie: Medikamententester News

 

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