Probanden Honorar

Honorar für was

Probanden Honorar Um den Probanden für die Teilnahme an einer Studie einen Anreiz zu geben, werden die Medikamenten Studien mit einem Honorar belegt. Diese Honorar ist quasi eine Aufwandsentschädigung für die Teilnahme. Dieses Honorar ist inclusive eventueller Anreisekosten, die nicht zusätzlich erstattet werden, auch wenn diese unter Umständen mehrmalig anfallen. Weitere Kosten entstehen dem Probanden nicht, die Vollverpflegung ist üblicherweise inbegriffen.

Proband als Nebenjob

Bei diesen recht hohen Studienhonoraren, und die Möglichkeit sich dieses Geld auf eigentlich recht einfache und lockere Weise zu verdienen (manche vergleichen einen solchen Studienaufenthalt als Urlaub), kommt einem gerne der Gedanke, sich solche Studienteilnahmen quasi als Nebenjob einzurichten. Es ist in der Tat leicht verdientes Geld, denn alles was man tun muss sind die Untersuchungen über sich ergehen zu lassen, und ständig anwesend zu sein. Ob eine sich immer wiederholende Geldeinnahme durch die Teilnahme an vielen Studien garantiert werden kann ist fraglich.

Denn erstens muss zwischen den Studien meist eine Karenzzeit von 1 Monat liegen, oft sogar 2 Monate (eventuell noch mehr). Damit wollen die Kliniken sicher gehen, dass der Proband bei der Teilnahme an einer weiteren Studie nicht noch durch die vergangene Studie gesundheitlich beeinträchtigt ist (z.B. Regenerierung des Blutes). Ob man dann gleich im Anschluss an einer neuen Studie teilnehmen kann, für die man geeignet ist, ist ebenfalls fraglich. Oder es stehen zum Zeitpunkt eines möglichen Wiedereintritts gerade keine Studien zur Verfügung, an denen man gerne teilnehmen würde, bei denen man keine gesundheitlichen Bedenken hat.

Desweiteren gibt es nur selten einen Mangel an Probanden, vorallem die kleineren Studien sind recht schnell belegt. Man kann also davon ausgehen, dass pro Proband nicht mehr als 2-3 Studien pro Jahr möglich sein werden, eventuell noch weniger. Berufstätige könne meist nicht flexibel genug sein, da sich viele Studien über Wochen erstrecken (auch wenn Pausen dazwischen liegen), und lange vorplanen lässt sich die Teilnahme nicht immer, da der Start einer Studie nicht selten zeitlich verschoben wird. Mit anderen Worten, man muss sehr flexibel sein. Diese Flexibilität bringen meist nur Arbeitslose oder Studenten mit.

Höhe des Studienhonorars

Die fälligen Summen sind teilweise sehr beträchtlich und können mehrere hundert oder gar tausende Euros betragen. Die Honorarhöhe ist vorrangig abhängig von der Gesamtdauer der Studie. Natürlich erhält man für Langzeitstudien mehr wie für wenige stationäre Aufenthalte. Wieviel letztendlich für eine Studie insgesamt gezahlt wird, sollte vorher erfragt werden. Meist sind diese Summen aber bei der Studienausschreibung schon festgelegt. In Deutschland ist dieses Honorar aus steuerrechtlichen Gründen als "Nebeneinkommen" anzugeben.

Honorarkürzungen

Studienabbruch durch den Probanden
Wenn eine Studie vor Studienende vom Probanden abgebrochen wird, und dieser die Klinik verlässt (was er jederzeit machen darf), dann wird vom Studienhonorar ein Betrag anteilig nach Tagen abgezogen. Hierzu ist die Klinik berechtigt und diese vertragliche Regelung resultiert aus dem fehlenden Nutzen, der durch die Abwesenheit des Probanden entsteht.

Aussetzen der Medikation
Wenn der Proband aus Bedenklichkeitsgründen gegenüber dem getesteten Medikament, die während der Studie entstehen, zumindest die Medikation abbricht (was er ebenfalls jederzeit darf), und trotzdem bis zum Studienende (zu Vergleichszwecken) in der Klinik verweilt und weiterhin an den Untersuchungen teilnimmt, besteht Anspruch auf das volle Studienhonorar. Diese Maßnahme kann allerdings dazu führen, dass die Klinik den Probanden bezüglich dem fehlenden Nutzen für keine weiteren Studien mehr zulässt.

Kürzungen durch Missachtung der Hausordnung oder der Studienanweisungen
Die durchführenden Kliniken haben eigene Hausordnungen, in denen Ver- und Gebote für die Probanden gelistet sind. Die meisten Kliniken reagieren bei Verstössen mit Abzügen beim Studienhonorar. Das kann z.B. bei folgenden Vergehen der Fall sein (zumindest wenn diese in der Hausordnung angegeben sind):

  • Rauchen während der Studie (wenn keine Raucherstudie)
  • Diebstahl und Entwendung von Gegenständen
  • Verzehr von mitgebrachten Nahrungsmitteln
  • Belästigung und Handgreiflichkeiten gegenüber Personal und Probanden
  • uvm...

In welcher Höhe die Abzüge vorgenommen werden, ist in der Hausordnung ebenfalls ersichtlich.

Medienberichte / TV Berichte

Nebenjob - Proband für die Pharmaindustrie

Finanzielle Leistungen bei Ablehnung

Wenn die Voruntersuchung für den Probanden negativ verläuft, sprich: er nicht zu einer Studie zugelassen wird, dann hat er in der Regel Anspruch auf eine kleine Aufwandsentschädigung, die oft pauschal festgelegt ist, und bei sehr weiten Anfahrten nicht unbedingt die vollen Kosten decken muss. Manche Kliniken regeln dies allerdings so, dass ein Anspruch im Falle der Ablehnung nur dann besteht, wenn der Proband prinzipiell für die Studie geeignet ist, aber schon eine ausreichende Anzahl an Probanden gefunden wurden.

Der Probanden-Online Tipp:

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