Studien zur Ernährung

Sinn der Ernährungsstudien

Nahrungsmittel im Überfluss – jeder fünfte Deutsche ist zu dick – dies ergab eine Ernährungsstudie der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel. Ernährungsbedingte Krankheiten, wie Adipositas, Diabetes, Osteoporose oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen machen ca. 30 Prozent aller Ausgaben im Gesundheitswesen aus. Die Ernährungssoziologie hat bereits bewiesen, dass es in den heutigen Industrieländern häufig ein Missverhältnis zwischen Nährstoffbedarf und Nährstoffaufnahme gibt.

Dieses Missverhältnis soll mittels Ernährungsstudien aufgezeigt, bewertet und abgestellt werden. Die Notwendigkeit solcher Studien ist nicht zuletzt hinsichtlich der finanziellen Aufwendungen des Gesundheitswesens von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Ernährung der Menschen hat sich im Laufe der Jahre stark verändert. Die letzte repräsentative Erhebung in diesem Bereich liegt mehr als 20 Jahre zurück. Neue Erkenntnisse sind dringend notwendig.

Zusammenhang zwischen Fehlernährung und Erkrankungen

Eine Ernährungsstudie hat die Aufgabe, bestimmte ernährungsrelevante Parameter mittels Testpersonen aufzuzeigen. Zusammenhänge zwischen etwaiger Risikofaktoren und Erkrankungen sollen erkannt und analysiert werden. Auftretende Parallelen zwischen Fehlernährung und sozialer Schicht, demographischer Faktoren oder Bildungsgrad sollen die Grundlage für aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse auf ernährungsmedizinischer Basis bilden.

Die auszuwählenden Probanten für eine Ernährungsstudie bilden eine repräsentative Stichprobe der betreffenden Bevölkerungsgruppe. Ähnlich einer Feldstudie werden die Testpersonen außerhalb einer Laborumgebung systematisch beobachtet und befragt. Eine vorherige Beeinflussung der Probanten soll dabei unbedingt vermieden werden. Je nach Untersuchungsgebiet führt man Ernährungsstudien über einen Zeitraum von bis zu 13 Monaten durch, um auch die saisonalen Bedingungen und Einflüsse auf die Ernährung der Probanten zu berücksichtigen. Zu Beginn der Studie werden die Testpersonen hinsichtlich ihrer Ernährungsgewohnheiten, Einkaufverhalten, Körpermaße und Sozialstruktur befragt. Innerhalb der Studie erfolgt dann die kontinuierliche Dokumentation des Ernährungsverhaltens und eine regelmäßige Berichterstattung.

Studienergebnisse bilden die Grundlage für Verbraucheraufklärung

Mittels Ernährungsstudien werden Zusammenhänge zwischen Nahrungsaufnahme und Entstehung so genannter Wohlstandskrankheiten aufgezeigt. Denn nur wenn die Zusammenhänge empirisch dokumentiert sind, können fundierte Lösungen und Richtlinien erarbeitet werden. Ergebnisse aus Ernährungsstudien bilden die Grundlage für konkrete Ernährungsempfehlungen und weit reichende Verbraucheraufklärung. Diese Studien tragen also maßgeblich dazu bei, durch Ernährungsintervention und Lebensstilmaßnahmen die Entstehung ernährungsbedingter Krankheiten vorzubeugen und die Ernährungsinformationen in der Bevölkerung deutlich zu verbessern.

Ernährungsstudien werden aber auch innerhalb verschiedener Forschungsprojekte durchgeführt, die mittels kontrollierter klinischer Studien die Wirkungsweise bestimmter Nährstoffe auf den menschlichen Körper aufzeigen. Oftmals handelt es sich bei diesen Interventionsstudien um mittelfristige Tests, bei denen die Probanten bewusst beeinflusst und beobachtet werden. Blut- und Urintests sind Bestandteil einer solchen Untersuchung. Die Testpersonen erhalten für ihren Einsatz meist eine Aufwandsentschädigung.

Allgemein kann festgestellt werden, dass Ernährungsstudien aufklären, revidieren und prüfen und somit einen großen Anteil an der gesundheitlichen Entwicklung der Menschen haben.

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