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So lagern Sie Medikamente richtig


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Viele Medikamente können nur dann über den angegebenen Zeitraum wirksam eingesetzt werden, wenn sie ordnungsgemäß gelagert werden. In vielen Haushalten sind jedoch wilde Sammlungen zu finden, welche die Verpackungen der letzten Jahrzehnte mit einbeziehen. Doch worauf ist zu achten, um aus medizinischer Sicht alles richtig zu machen?

Trocken und dunkel

Vielen ist bekannt, dass die Mehrzahl der Medikament trocken und lichtgeschützt gelagert werden sollte. Doch allein die Einhaltung dieser Punkte reicht leider noch nicht aus, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Darüber hinaus sollten die Medikamente stets originalverpackt und mit Beipackzettel aufbewahrt werden. Nur auf diese Weise ist nach Monaten noch klar, um welchen Wirkstoff es sich handelt und ob dieser noch eingesetzt werden kann.

Auch das Badezimmer eignet sich für die Lagerung der Medikamente nicht. Dies liegt an den deutlichen Schwankungen hinsichtlich der Luftfeuchtigkeit, die etwa bei jedem Duschgang entstehen. Bereits mittelfristig können den Präparaten auf diese Weise Schäden zugefügt werden, die den späteren Einsatz unmöglich machen. Umso wichtiger ist es für Verbraucher, sich über diesen Einfluss selbst im Klaren zu sein.

Vor den Kindern in Sicherheit

Für Kinder stellen die oft bunten Verpackungen der Medikamente häufig einen besonderen Reiz dar. Ein Medikamentenschrank sollte deshalb außerhalb ihrer Reichweite und sicher verschlossen sein. Wie dies mit dem passenden Schließmechanismus gewährleistet werden kann, ist hier zu finden.

Zahlreiche Medikamente sind zudem mikrobiell anfällig, was das einmalige Öffnen der Verpackung wie bei einem verderblichen Lebensmittel zu einem entscheidenden Datum macht. Von nun an läuft die Frist, ab welcher der Hersteller nicht mehr für die Sicherheit sorgen kann. Um stets den Überblick über die bereits geöffneten Verpackungen zu behalten, empfiehlt sich das Aufschreiben des Öffnungsdatums auf der Verpackung. So ist zu einem späteren Zeitpunkt klar, welche Medikamente bereits aussortiert werden müssen und wo ein sicherer Einsatz noch immer möglich ist.

Woran erkenne ich unbrauchbare Medikamente?

Das Bundesministerium für Gesundheit widmet sich der Gefahr abgelaufener Medikamente in einem langen Artikel. Daran wird auch deutlich, welche Warnzeichen ein Medikament andeuten, welches nicht mehr eingenommen werden darf. Dazu zählen etwa rissige und brüchige Tabletten, die sich zudem bereits verfärbt haben. Auch aufgeblähte Verpackungen und die Geruchsentwicklung sind deutliche Kennzeichen dafür, dass das Medikament möglichst schnell entsorgt werden sollte.

Daran schließt sich zumeist die Frage an, wie die betreffenden Medikamente nun möglichst sicher entsorgt werden können. Die Hersteller selbst schreiben dies bereits seit Jahren in die Packungsbeilage. Mit der sachgemäßen Entsorgung der abgelaufenen Medikamente wird sogleich dafür gesorgt, dass diese fälschlicherweise eingenommen werden, was zu schweren gesundheitlichen Nebenwirkungen führen kann.

Wer sich im Haushalt einmal Gedanken zur richtigen Lagerung aller Medikamente macht, der hat auf diese Art und Weise die Möglichkeit, die Weichen für eine sichere Lagerung zu stellen. Zudem lohnt es sich, nach dieser Erkenntnis einen Blick auf den aktuellen Aufbewahrungsort zu werfen und alle abgelaufenen Präparate sicher zu entsorgen. So kann der Grundstein für eine neue Grundversorgung gelegt werden, die nach dem Motto der Heimapotheke für viele Beschwerden die passende Lösung bietet. Der zeitliche Aufwand hält sich dafür in Grenzen.


Von: Mohammed Omeirad
Veröffentlicht am: 28.12.2018 - 20:40 Uhr
Kategorie: Gastartikel

 

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