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Deutschlands derzeitige Grippewelle Impfung, gegen Influenza vom Typ B ist wirkungslos


Selbst wenn man gegen Grippe geimpft ist, kann man krank werden. Der Dreifach-Wirkstoff der Kassenimpfung bekämpft nicht die derzeit verbreiteten Influenza-B-Viren. Was kann man tun?

Von den gesetzlichen Krankenkassen wird nur der TIV-Wirkstoff bezahlt. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist daher auch damit immunisiert worden. Somit hat sie bezogen auf B-Yamagata eine Impflücke. Den teureren QIV-Impfstoff auf Kassenkosten erhalten in bestimmten Fällen bisher nur chronisch Kranke.

Generell empfiehlt man keine Nachimpfung

Mit dem Vierfach-Impfstoff kann man sich nachimpfen lassen, will man noch auf Nummer sicher gehen. Von Experten wird dies jedoch nur für Hochrisiko-Patienten empfohlen, wenn bedingt durch mehrere Grunderkrankungen ein besonders schwerer Verlauf einer eventuellen Influenza zu erwarten wäre. Über ein mögliches hohes Risiko entscheidet der behandelnde Arzt. Die Kosten solcher Nachimpfungen übernehmen, so deren Zusage, die Krankenkassen im Land.

Die Experten vom Robert-Koch-Institut (RKI) raten von einer Nachimpfung ab. Es könnten in diesem Fall vermehrte Reaktionen nach der Impfung auftreten. Dieses Risiko ist aber nicht genau einschätzbar, da es an verfügbaren Daten mangelt. Weiterhin ist nicht klar, ob zwischen erster und zweiter Immunisierung ein Mindestabstand einzuhalten ist.

Es gibt aber auch positive Nachrichten für Empfänger des Dreifach-Impfstoffes. Es gibt laut RKI Hinweise darauf, dass die Dreifach-Impfung der Kassen gegen die Influenza Typ B-Yamagata zumindest einen gewissen Schutz bietet. Man kann diese sogenannte Kreuzprotektion allerdings kaum quantifizieren, denn von Saison zu Saison unterliegt sie hohen Schwankungen. Für etwa dreißig Prozent der aktuellen Grippefälle sind die Erreger der Influenza-A vom Typ H1N1 verantwortlich. Diese werden von der Dreifach-Impfung gut abgedeckt; eine weitere gute Nachricht.

Impfstoffentwicklung gleicht einem Lotteriespiel

Jedes Jahr haben die Entwickler von Grippeschutzmitteln das Problem, vorhersagen zu müssen, wie sich die unterschiedlichen Virus-Linien in den verschiedenen Weltregionen verbreiten könnten. In Zeiten des globalen Reiseverkehrs ähnelt das einem Lotteriespiel, denn im Flugzeug gelangen die Viren schnell von Kontinent zu Kontinent.

Aus dem aktuellen Wochenbericht des Robert-Koch-Institutes in Berlin geht hervor, dass in der vergangenen Woche dem Institut bislang bundesweit 15 188 labordiagnostisch bestätigte Fälle gemeldet wurden. Das war damit seit Beginn der Grippewelle im Dezember der höchste Wert pro Woche. In 12 Prozent der Fälle lagen Patienten im Krankenhaus. Am Donnerstag meldete das Landesgesundheitsamt für die laufende Woche 1175 Nachweise von Influenza.


Von: Stefan Lübker Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 17.02.2018 - 15:41 Uhr
Kategorie: Medikamententester News

 

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