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Auf der Tagesordnung steht Doping - Blutdoping, Dopingpräparate


Der einstige Mittelstreckenläufer Österreichs, Stefan Matschiner wurde von Journalisten im Straflandesgericht in Wien erwartet. Er war einer der besten Läufer in Österreich und ist des Verstoßes gegen Antidopinggesetze angeklagt. Er soll an Sportlern Blutdoping vorgenommen und Dopingpräparate weitergegeben haben.

Im August 2008 verabschiedete die Regierung Österreichs das Anti-Doping-Gesetz; solche Machenschaften sind seitdem verboten. In Bezug auf die Dopingpräparate gesteht der Sportmanager Matschiner seine Schuld ein. Seine „Management-Komponenten habe er mit der medizinischen Komponente kombiniert.“ Er nannte acht Sportler, die von ihm Dopingmittel bekamen. Es handelt sich um die Triathletin Lisa Hütthaler, Kohl, dem Schweizer Ex-Rad-Profi Markus Zberg und die restlichen fünf Sportler blieben vor Gericht ungenannt.

Von der Staatsanwältin erhielten die anonymen Sportler die Bezeichnung A, B, C, D, E. Matschiner äußerte vor Gericht, dass die Welt des Sports eine scheinheilige sei, wo Doping wie Frühstück auf der Tagesordnung stehe. Er selbst habe sich nicht als Dealer angesehen. Auch erklärt er, dass er an der Weitergabe nichts verdient habe. Als Manager hatte er ein Interesse daran, dass die von ihm betreuten Athleten die geforderten Leistungen erbringen können und wollte ihnen dabei helfen.

Man wisse doch genau, die Konkurrenten, egal aus welchem Land, tun das Gleiche. In dem Anklagepunkt Blutdoping sieht sich Matschiner zu Unrecht angeklagt. Vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes habe er allerdings Blutdoping vorgenommen. Danach hat er die Behandlungen ins Ausland verlagert, nach Ungarn und Slowenien, denn dort sind diese Praktiken erlaubt. Kohl, der als Zeuge vorgeladen war, widersprach hier und in zwei weiteren Punkten. Er habe von Matschiner für 50.000 bis 70.000 Euro Dopingmittel erworben und nicht wie dieser behauptete, für nur 6000 Euro.

Auch wurde in einer Wohnung in Linz am 24.September 2008 an drei Sportlern (Kohl, Michael Rasmussen und Pietro Caucchioli) von Matsching Blutdoping praktiziert. Die Firma Humanplasma hat nach dem Doping-Skandal ihr „Nebengeschäft“ aufgelassen. Alle Gerätschaften und eine neue Blutzentrifuge wurden von Matschiner gekauft. Dagegen sagte Kohl aus, dass er, der Langläufer Christian Hoffmann und Rasmussen die Zentrifuge bezahlt hätten. Auf den 11.Oktober wurde die Verhandlung vertagt. Weitere Zeugen sollen vernommen werden. Matschiner drohen im Fall eines Schuldspruchs eine Haft bis zu drei Jahren.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 31.08.2010 - 00:00 Uhr
Kategorie: Medikamententester News