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Blutdruckschwankungen sind gefährlich


Bekannt ist, dass bei Menschen, die an hohem Blutdruck leiden, in ihrem Gehirn Gefäßerkrankungen auftreten können, die bis hin zu einem Schlaganfall führen. Von Wissenschaftlern wurde jetzt erkannt, dass auch von schwankendem Blutdruck Gefahr ausgeht. Die Gefäße im Gehirn werden belastet, wenn der Blutdruck nicht gleichbleibend, sondern einmal zu hoch und das andere Mal zu niedrig gemessen wird.

In einer Studie, die von Forschern der Columbia-Universität New York ausgelöst wurde, ist festgestellt worden, dass sich Blutdruckschwankungen negativ auswirken. Das Gehirn wird übermäßig strapaziert, dadurch können Aneurysmen, Blutungen oder Gerinnsel in Hirngefäßen ausgelöst werden oder auch ein Schlaganfall auftreten. Demzufolge beeinträchtigt das die körperliche und geistige Fitness der Betroffenen, oftmals dauerhaft. Für zerebrovaskuläre Erkrankungen, wenn also die Gefäße im Kopf versagen, ist hoher Blutdruck der größte Risikofaktor. Dazu gehören auch die schleichenden erkennbaren Anzeichen von Demenz und Alzheimer.

An der Studie nahmen 686 ältere Testpersonen teil, die in vier Gruppen unterteilt wurden. Die erste Gruppe bestand aus Probanden mit zu hohem Blutdruck, die zweite Gruppe aus Probanden mit eher niedrigen Werten, die dritte Gruppe wies schwache Blutdruckschwankungen auf und die vierte Gruppe starke. Mittels Magnetresonanzaufnahmen wurde das Gehirn der Probanden sichtbar gemacht. Die Studie dauerte drei Jahre. Bei ihrer Auswertung kristallisierte sich heraus, dass in der Gruppe mit hohen Blutdruckwerten aber auch in der Gruppe mit stark schwankendem Blutdruck häufiger Gefäßveränderungen im Gehirn zu erkennen waren.

Sie wurden als riskant eingestuft. Weniger riskante Veränderungen wiesen die beiden anderen Gruppen auf. Für die Probanden, die ständig an Hypertonie erkrankt waren und dazu noch Blutdruckschwankungen hatten, war die Situation am gefährlichsten. Nun ist die Frage, weshalb Blutdruckschwankungen bei Medikamenteneinnahme? Denn der größte Teil der Probanden, die an zu hohem Blutdruck litten, nahmen Mittel dagegen ein.

Die Wissenschaftler erklären sich die Schwankungen so, dass die Betroffenen nicht regelmäßig ihre Medikamente eingenommen hätten. Autoren der Studie schreiben in „Archives of Neurology“, dass Erkrankungen des Gehirns (zerebrovaskuläre Erkrankungen) zu motorischer und geistiger Beeinträchtigung sowie auch zu psychischen Veränderungen führen können. Die Risiken des zu hohen Blutdrucks sind lange bekannt und werden auch meist behandelt. Um ein gesundes Altern mit geistiger Frische zu bewahren, sollten Ärzte den Schwankungen des Blutdrucks mehr Aufmerksamkeit schenken.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 28.05.2010 - 00:00 Uhr
Kategorie: Medikamententester News