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Chili kann das Gewicht reduzieren


In einer Studie, die Forscher der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana durchführten, stellte sich heraus, dass Chili beim Abnehmen hilfreich sein kann. Der tägliche Kalorienverbrauch wird durch Chili (Cayennepfeffer) erhöht und eine natürliche Hilfe bei der Gewichtsreduzierung ausgelöst.

Werden Speisen täglich mit Chili gewürzt, kann das zum erhöhten Kalorienverbrauch beitragen, außerdem wird Heißhunger auf  Süßes unterdrückt. Von dieser Studie der US-Forscher berichtet das Wissenschaftsmagazin „Physiology & Behavior“. Einerseits wird durch regelmäßigen Chili-Konsum der tägliche Kalorienverbrauch erhöht, andererseits wird der Appetit auf Süßigkeiten und salzige Speisen gemindert. Chili (Capsicum) ist demnach hilfreich bei der Gewichtsreduzierung.

An der Studie nahmen insgesamt 25 Probanden teil, welche in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die erste Gruppe sollte zu allen Hauptmahlzeiten scharfen Cayennepfeffer zum Würzen der Speisen verwenden. Die zweite Gruppe sollte zum Vergleich auf diesen Pfeffer verzichten. Die Forscher untersuchten bei allen Probanden während der Mahlzeiten und danach Kalorienverbrauch und Körpertemperatur. Bei der ersten Gruppe der Probanden wurde eine erhöhte Körpertemperatur gemessen, auch war der Kalorienverbrauch erhöht. Bei der zweiten Gruppe waren die Werte gleichbleibend unverändert. Ein Unterschied konnte allerdings nur bei denjenigen Probanden gemessen werden,  die bisher kaum mit Chili ihre Speisen gewürzt hatten.

Bei den Ernährungsgewohnheiten stellte sich ein weiterer Effekt ein. So reduzierte sich bei den „Chili-Probanden“ der Heißhunger auf süße, fette oder salzige Speisen. Studienleiter Richard Mattes von der Purdue University sagt „auch kleine Ergänzungen der Essgewohnheiten, beispielsweise wie das Würzen mit Chili, können auf lange Sicht von Vorteil sein.“

Die Forscher haben einen weiteren gesundheitlich fördernden Aspekt von Chili herausgefunden: So könnte auch der Blutdruck durch die Chilipflanze gesenkt werden. In einer Untersuchung an der „Third Military Medical University“ im chinesischen Chongqing haben Forscher herausgefunden, dass der Schärfestoff Capsaicin, der in der Chilipflanze enthalten ist, eine Entspannung der Wände von Blutgefäßen bewirkt. So kann chronischer Bluthochdruck längerfristig mit diesem Stoff zusätzlich gesenkt werden.

Menschen, die unter Sodbrennen leiden oder andere Verdauungsprobleme haben, sollten vorsichtig mit Chili, Senf, Pfeffer oder Meerrettich umgehen.  Bei ihnen könnten diese Gewürze möglicherweise einen Säureüberschuss auslösen.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 08.05.2011 - 22:06 Uhr
Kategorie: Medikamententester News