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Die Studentin Karen Owen schrieb eine Doktorarbeit über Sex


Die Studentin Karen Owen der amerikanischen Duke Universität erstellte über ihr Sexleben eine Präsentation. Das Ergebnis ließ sie drei Freunden zukommen. Ohne deren Wissen wurden ihre Sexpartner zu „Probanden“ und im Abspann bedankt sich die Studentin bei ihnen für die Kooperation. Ihre Arbeit hat sie ins Netz gestellt - die Männer sind entsetzt. Mit der „Doktorarbeit“ über Sex an der Uni sollten eigentlich nur drei Freunde belustigt werden.

Aber inzwischen ist die sich amüsierende Netzgemeinde enorm angewachsen. Die Power-Point-Präsentation der Amerikanerin besteht aus 42 Seiten. Sie berichtet darin über ihre Sex-Erfahrungen mit 13 Kommilitonen, größtenteils Sportler aus dem Lacrosse-Team der Universität. In diesem Jahr hat Karen Owen ihr Studium abgeschlossen (Duke Universität / Bundesstaat North Carolina).

Da sie wissenschaftliches Arbeiten gelernt hat, bezeichnet sie ihre Sexpartner in der Darstellung als „Probanden“ – nur dass diese nichts davon wussten. Ihr Sex wird in der Präsentation als „Datenerhebung“ bezeichnet und von eins bis zehn bewertet, Säulendiagramme und Fotos sind angefügt, Bettgeflüster aufgezeichnet. An die ahnungslosen Probanden geht auch noch eine Danksagung: sie dankt allen ihren Probanden, denn ohne ihre bereitwillige Teilnahme, sowie Kooperation und Prüfkörper wäre sie nicht fähig gewesen, das Projekt durchzuführen.

Keiner der „Probanden“ hat von Karen Owens „Doktorarbeit“ gewusst. Das Abschlussergebnis taufte sie „An Education beyond the Classroom: Excelling in the Realm of Horizontal Academics“. Auf Deutsch: „Bildung jenseits des Seminarraums: Besondere Leistungen im horizontalen akademischen Bereich“. Bereits im Mai erhielten drei Freunde von ihr eine Mail des Ergebnisses. Einer der Freunde leitete die Präsentation an andere Kommilitonen weiter, von diesen wurde sie wieder weitergeleitet und so weiter… Blogs griffen irgendwann die Arbeit auf, vom NBC-Frühstücksfernsehen wurde davon berichtet.

Vom Frauen-Blog jezebel.com wurden schließlich Teile der Arbeit veröffentlicht. Zunächst amüsierte sich Karen Owen darüber und wollte später noch ihren Enkeln davon erzählen. Aber gar nicht lustig fanden das die Uni und natürlich die dreizehn abgebildeten Kommilitonen. Als der Druck im Internet immer größer wurde, musste sich Karen Owen entschuldigen. Sie sagt, dass sie es von ganzem Herzen bedaure und nie die Absicht gehabt hätte, den erwähnten Leuten zu schaden.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 12.10.2010 - 00:00 Uhr
Kategorie: Medikamententester News