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Entwarnung für viele gefälschte Medikamente


© Gina Sanders - Fotolia.com

Dieses Jahr tauchten in Nordeuropa öfter Medikamente auf, welche aus Italien stammten. Sie wurden dort offensichtlich gestohlen oder auch gefälscht. Aber von der italienischen Arzneimittelbehörde AIFA kommt Entwarnung. Sie teilte mit, dass von ihr alle Medikamente, die ab Anfang Juni exportiert worden sind, untersucht wurden. Laut Bericht vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sei eine ergänzende Überprüfung der Lieferungen nicht mehr nötig.

Für Medikamente, die von den Zulassungsinhabern Italiens ausschließlich an Krankenhäuser ausgeliefert worden sind, wird zu einer Abklärung der Legalität weiterhin geraten. Es handelt sich um folgende Medikamente: Afinitor; Avastin; Atripla; Caelyx; Ecalta; Exjade; Eviplera; Faslodex; Gilenya; Iressa; Herceptin; MabThera; Nplate (250mg); Prezista; RoActemra; Sutent; Stelara; Tasigna; Tysabri; Truvad; Verlcade; Viread; Viramune sowie Votrient. Laut PEI würde die Arzneimittelbehörde AIFA mit der Polizei außerdem weiter die Medikamente auf Manipulationen hin überprüfen.

Nur originalverpackte Medikamente sollten benutzt werden. Dies soll auch zukünftig von Apothekern, Ärzten und Patienten genau geprüft werden. Werden Verstöße entdeckt, sollen umgehend diese Medikamente unbenutzt an Apotheker oder Arzt zurückgegeben werden, weil Fälschungen aus Rumänien vereinzelt bei Großhändlern in Deutschland aufgetaucht sind.

Seit März 2014 sind bei diversen deutschen Zwischenhändlern gestohlene oder verfälschte Medikamente aufgetaucht, die aus den Beständen italienischer Krankenhäuser bzw. Großhändler stammten und auf legalem Weg nach Deutschland eingeführt wurden. Spiegel.online berichtet, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) und das PEI die Chargennummern der betroffenen Arzneien bekanntgaben. So konnten die Behörden die Medikamente sicherstellen.

Erst nachdem eine gemeinsame Prüfung über den legalen Lieferweg stattgefunden hat, haben die Behörden in Europa, Landesbehörden, PEI und BfArM die Arzneien für den Markt wieder freigegeben. Derzeit werden von der AIFA weitere Informationen über illegal vertriebene Arzneien gesammelt. Diese Infos sollen in Kürze die EU-Behörden erhalten. Laut Spiegel online soll auch unabhängig davon die Zusammenarbeit der Behörden in Deutschland zukünftig weitergeführt werden.

 


Von: Stefan Lübker
Veröffentlicht am: 02.11.2014 - 22:02 Uhr
Kategorie: Medikamententester News