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Haarausfall bei Stress


Stellen Sie bei sich Haarausfall fest, möchten Sie sicher schnell dafür die Ursache wissen. Es gibt neben den krankhaften und genetischen Ursachen von Haarausfall auch einen unbestrittenen Übeltäter: Den Stress. In dem nachfolgenden Artikel können Sie erfahren, wann er für ausfallende Haare verantwortlich sein könnte. Als normaler Haarausfall wird ein Verlust von ca. hundert Haaren pro Tag gewertet. Das deutet nicht auf einen übermäßigen Haarausfall hin und man braucht sich darüber nicht zu sorgen.

Dafür gibt es vielfältige, aber harmlose Gründe. Zum Beispiel kann die Lebensdauer eines Haares, die bei vier bis fünf Jahren liegt, erreicht sein. Danach fällt das Haar aus. Ebenso kann unsere tägliche Haarpflege, die ja oft nicht gerade sanft abläuft, moderaten Haarausfall begünstigen. Wenn die Haare zu heiß geföhnt werden, Bleichen und Färben der Haare oder eine Dauerwelle sind strapaziös für unseren Kopfschmuck.

Auch nimmt der Haarausfall mit steigendem Alter zu, denn die Haarfollikel lassen in ihrer Leistung nach, hormonelle Veränderungen kommen hinzu. Das Abbrechen den Haare ist ein weiterer üblicher Vorgang. Oft sind die Haare, die im Kamm stecken, nur abgebrochen und nicht ausgefallen. Ohne Probleme wächst der Rest des jeweiligen Haares weiter. Dass Haarausfall und Stress im Zusammenhang stehen, ist erwiesen. Stressbedingter Haarausfall wird in drei Arten eingeteilt:

  • 1. Diffuser Haarausfall (Telogen effluvium). Dieser betrifft vorwiegend Frauen. Nach einem erschütternden Erlebnis fallen nach ca. drei bis vier Monaten vom gesamten Haupt verstärkt Haare aus. Zu solchem physischen Stress zählt zum Beispiel eine Geburt oder eine Operation. Auch psychischer Stress, wie eine Kündigung, ein Todesfall oder eine lebensbedrohliche Situation kann diffusen Haarausfall auslösen.
  • 2. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata). Hier wird als Mitauslöser ebenfalls Stress vermutet. Wodurch es zum eigentlichen Haarausfall kommt, muss noch genauer untersucht werden. Bis jetzt weiß man nur, dass bestimmte Blutzellen auf die Haarfollikel einwirken, diese angreifen sowie deren Wachstum stoppen. Hier scheint ebenfalls der Faktor Stress Auslöser dieser Autoimmunerkrankung zu sein.
  • 3. Das Haareausreißen (Trichotillomanie). Die Betroffenen reißen sich selbst ihre Haare aus, was oft auf eine stark verminderte Stresstoleranz hinweist. Bei starken Stress-Situationen verstärkt sich dieses Verhalten. Es scheint gleichzeitig aber auch eine genetische Disposition vorzuliegen.

Haarausfall durch Stress ist behandelbar. Meist verschwindet er wieder, wenn der Stress überwunden ist. Die Haare wachsen wieder. Aber Sie sollten auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, wenn Sie den Eindruck haben, es fallen mehr als üblich Haare aus. Er kann Ihnen auch helfen, Stress besser zu bewältigen.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 10.11.2010 - 22:24 Uhr
Kategorie: Medikamententester News