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Heißhungerattacken und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit


©pixabay - Heisshunger

Jeder kennt ihn, beinahe jeder wird bei ihm schwach – der Heißhunger. Wenn er uns überkommt, ist er kaum zu beherrschen und zu überwältigen. Dann fallen bei uns meist alle Schranken. Aber Heißhunger hat selten etwas mit dem normalen Hunger zu tun.

Meist zeigt uns der Organismus damit, dass es einen Mangel an bestimmten Nährstoffen gibt oder dass etwas im Körper nicht stimmt. Einerseits können individuelle körperliche und psychische Erkrankungen wie Diabetes oder eine Depression vorherrschen.

Warum kommt es zum Heißhunger?

Wer sportlich oder geistig aktiv war, benötigt Nährstoffe. Auch während der Schwangerschaft oder beim Stillen wird mehr Energie benötigt, damit der Körper die höheren Ansprüche gewährleisten kann.

Damit es nicht zwischenzeitlich zu einer Unterversorgung kommt, setzt der Körper ein Signal frei, dem wir kaum widerstehen können und welches sich als Heißhungerattacke bemerkbar macht.

Mit Hilfe des Heißhungers werden zusätzliche Energievorräte und Nährstoffe geliefert, wodurch der Organismus sich das holt, was er gerade braucht. Das Problem beim Heißhunger ist allerdings, dass auch der Zuckerspiegel extrem rasch nach oben schnellen kann.

Der individuelle Heißhunger

Unser Organismus kann nach bestimmten Stoffen süchtig werden und diese immer wieder verlangen. Man denkt vielleicht, dass ein Irrglaube bezüglich einer Schokoladensucht besteht – aber diese gibt es wirklich.

Wer sich nach dem Essen oder gemütlich auf der Couch immer wieder ein Stückchen Schokolade gönnt, wird bald bemerken, dass der Körper immer mehr will. Irgendwann schreit er förmlich danach und es ensteht ein Heißhunger auf Schokolade. Selten kann dann der süßen Versuchung noch widerstanden werden.

Der krankheitsbedingte Heißhunger

Nicht nur die Lust auf Süßes oder der Mangel an bestimmten Nährstoffen können eine Heißhungerattacke in uns auslösen. Auch Erkrankungen sind oftmals Ursache für ein Hungergefühl.

Neben schweren psychischen Krankheiten kann auch der Diabetes Mellitus oder eine Schilddrüsenüberfunktion als Verursacher aufgedeckt werden. Auch die unterschiedlichen Essstörungen, die von Bulimie über Adipositas und Anorexia Nervosa reichen, sind immer wieder ein ausschlaggebender Faktor.

Worauf sollte geachtet werden?

Macht sich der Heißhunger wieder mal breit, spielt es eine wichtige Rolle, was genau dem Körper zugeführt wird. Zucker stellt einen schnellen Energielieferanten dar, wird aber sehr rasch wieder abgebaut und dann fängt alles von vorne an.

Deswegen empfiehlt es sich, dem Organismus vor allem Nahrungsmittel zu geben, deren Aufspaltung ein wenig länger andauert und die Energie über einen größeren Zeitraum abgegeben wird. Auf Seiten der Kohlenhydrate sind das beispielsweise Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte. Aber auch gesunde Fette aus Avocado, Nüssen oder Leinöl machen länger satt und enthalten wichtige Bestandteile wie Omega 3 Fettsäuren.

Da es beim Heißhunger oftmals zu richtigen „Fressattacken“ kommt, können weder Gehirn noch Organismus schnell genug auf die Zufuhr reagieren. Deswegen sollte lieber etwas langsam gegessen werden, auch wenn es schwer fällt.

Sollte der Heißhunger über längere Zeiträume andauern, lohnt sich ein Besuch beim Arzt, der die möglichen Ursachen mithilfe von anderen Symptomen und Untersuchungen einschränken kann.

Wie kann dem Heißhunger sinnvoll entgegengewirkt werden?

  • Zeit zum Essen nehmen und ordentlich kauen. So wird dem Körper bewusst Essen zugeführt und er hat Zeit dafür, ein Sättigungsgefühl einzustellen.
  • Zwischenmahlzeiten sind zwar nicht die erste Wahl, können aber einer Heißhungerattacke entgegenwirken. Hierbei sollte aber lieber auf Obst, Gemüse oder Nüsse anstatt auf Süßigkeiten gesetzt werden.
  • Schlafmangel kann untertags zu Heißhungerattacken führen.
  • Sowohl Stress als auch Langeweile sind wahre Heißhungerproduzenten. Einfach mal abschalten oder ein wenig zur Ruhe kommen.
  • Belohnungen mit Süßem nach dem Essen oder auf der Couch sollten vermieden werden. Der Körper beginnt sich daran zu gewöhnen und setzt jeden Hebel in Bewegung, damit er die Belohnung wieder bekommen kann.

Von: Patrick Remmels / vital-fit-und-gesund.de
Veröffentlicht am: 02.12.2018 - 13:12 Uhr
Kategorie: Medikamententester News

 

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