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Heuschnupfen und Alkohol


Der Präsident der Deutschen Lungenstiftung, Professor Dr. Harald Morr, erklärt, dass die unter Heuschnupfen geplagten Menschen in der Pollensaison Alkohol besser meiden sollten. Die Symptome des Heuschnupfens könnten sich durch Alkohol verstärken. Da besonders Bier und Rotwein sowie Schnaps Histamin enthalten, werden durch deren Genuss die Allergie-Beschwerden  verstärkt. „Im menschlichen Körper agiert Histamin als einer mehrerer Signalstoffe, die während einer allergischen Reaktion ausgeschüttet werden und die die allergietypischen Symptome auslösen.“ Der Körper wird bei einem Heuschnupfen oder einer Allergie für ein bestimmtes Allergen sensibilisiert. Zwar fügen die Pollen dem Körper keinen Schaden zu, aber durch die hohe Sensibilität werden Abwehrreaktionen hervorgerufen. Durch Histamin wird die Durchlässigkeit und Durchblutung der Blutgefäße erhöht. Dieser Stoff ermöglicht dem Immunsystem eine schnelle Reaktion auf Fremdstoffe. Jeder Allergiegeplagte kennt nur zu gut die Symptome: Niesen, juckende Nase, tränende Augen sowie Rötungen und Hautausschlag. Medikamente gegen Heuschnupfen und Allergien enthalten deshalb oft Anti-Histamine. Konsumieren die Allergiegeplagten in ihrem Zustand Alkohol, werden durch die zusätzliche Aufnahme des Histamins die Beschwerden verstärkt.

Das ist der Grund, weshalb Allergologen ihren Patienten empfehlen, nur wenig Alkohol zu sich zu nehmen. Wer absolut nicht auf Alkohol verzichten will oder nicht kann, der sollte ihn nur in geschlossenem Raum zu sich nehmen. Dadurch wird eine Doppelbelastung mit dem Pollenflug im Freien vermieden. Zusätzlich kann die Aufnahme histaminarmer und fester Nahrung die Ausbreitung von Histamin im Körper verzögern. Weiter rät Morr allen Betroffenen, Schwimmbäder, die stark gechlort sind, zu meiden. Das Chlor greift die Atemwege an, die Augen werden gereizt. Das führt bei empfindlichen Personen und starken Allergikern zu Atembeschwerden und Husten.

Allgemeines über Heuschnupfen

Vorwiegend im Frühjahr und Sommer haben Betroffene unter Heuschnupfen zu leiden. Besonders, wenn sie sich in der Natur aufhalten, wo es überall blüht. Die Gräser- und Blütenpollen befinden sich in freier Natur, der Mensch atmet sie ein. Von Experten wurde eingeschätzt, dass in Deutschland ca. 12 bis 13 Millionen Menschen von Heuschnupfen geplagt werden. Besonders in den westlichen Industrienationen nimmt ihre Zahl ständig zu. Heuschnupfen ist zu einer Zivilisationskrankheit geworden. Die  allergische Erkrankung beruht auf einer Empfindlichkeit gegen die Eiweiße von bestimmten Pollen. Die Eiweiße der Pollen lösen bei den Betroffenen eine allergische Reaktion der Nase, der Augen, der  Schleimhäute und der Atemwege aus, ähnlich den Symptomen eines gewöhnlichen Schnupfens. Heuschnupfen wird in der Fachsprache als „Pollinosis“, „Pollenrhinopathie“ oder „saisonale allergische Rhinitis“ bezeichnet.

Die Ursachen von Heuschnupfen

Bei Personen, deren Organismus sehr empfindlich oder sogar überempfindlich reagiert, werden die eigentlich harmlosen Substanzen der Pollen als bedrohlich eingestuft. Der Körper bildet Abwehrstoffe, auch „Antikörper“ oder Immunglobuline genannt, gegen diese Substanzen, die sogenannten Allergene. Geraten Betroffene mit Allergenen in Kontakt, will ihr Körper die „Krankheitserreger“ bekämpfen. Die Allergene und Antikörper gehen eine Verbindung ein und veranlassen die Mastzellen, Botenstoffe wie zum Beispiel Histamin auszuschütten.  Die kleinen Blutgefäße werden durch das Histamin erweitert und dadurch rötet sich die Haut. Aus den erweiterten Blutgefäßen setzt sich Flüssigkeit ab und führt zu Schwellungen.

Zum ersten Mal tritt Heuschnupfen in der Kindheit auf, er kann im Laufe des Lebens auswachsen.  Die Zahl der Stoffe, die Allergien auslösen können, kann aber auch zunehmen. So wird von vielen Allergikern eine sogenannte „Kreuzallergie“ entwickelt gegen verschiedene Eiweiße, auch gegen Lebensmittel. Eine Allergie kann auch die unteren Atemwege erfassen und Asthma auslösen. Aus diesen Gründen sollte Heuschnupfen bereits im Anfangsstadium behandelt werden! Auch ist Heuschnupfen und eine Allergie vererbbar. Es betrifft zwar nicht jeden Nachkommen eines Allergikers, aber das Risiko dafür ist vorhanden.

Die Symptome von Heuschnupfen

Die Symptome eines erkältungsbedingten Schnupfens sind ähnlich denen eines Heuschnupfens. Die Betroffenen fühlen sich abgeschlagen und müde, die Nase ist verstopft, Niesanfälle treten auf. In der Nase bildet sich viel Schleim, die Augen jucken, ebenso die Schleimhäute der Nase und des Halses. Im Hals kann der Juckreiz in Halsschmerzen übergehen. Die Augen können gerötet, angeschwollen sein und zum Tränen neigen.  Der allergische Schnupfen besteht aus zwei Gruppen: Der Heuschnupfen, dessen Beschwerden vor allem im Frühjahr und Sommer zur Pollenzeit auftreten und dem allergisch bedingten Schnupfen, der durch verschiedene Stoffe ausgelöst wird (z.B. Hausstaub). Dabei leiden die Betroffenen das ganze Jahr hindurch unter Dauerschnupfen.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 01.06.2011 - 21:52 Uhr
Kategorie: Medikamententester News