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Ist die Wiedergeburt ein Tabu für Christen? - Die Kraft der Hypnose


Der Psychologe Thorwald Dethlefsen traf sich im Sommer 1968 in seiner Wohnung in München mit einigen Bekannten. Er wollte mit ihnen einen angenehmen Abend verbringen. Um seine Gäste gut zu unterhalten, steuerte er einige Psycho- und Hypnoseexperimente bei. Mit einem Technik-Studenten, der damals 25 Jahre alt war, unternahm er eine Rückkehr in vergangene Lebensalter, eine sogenannte „age regression“. Dabei hypnotisierte er den Studenten und schleuste in durch vergangene Etappen seines Lebens bis zurück zu seiner Geburt.

Dabei kam ihm die Idee, den Hypnotisierten bis in die Zeit vor seiner Zeugung zurückzuversetzen. Daraufhin berichtete der Student schwer atmend den aufmerksamen Anwesenden, dass er im Jahr 1870 den Deutsch-Französischen Krieg als Augenzeuge erlebt habe. Er habe Guy Lafarge geheißen, sei mit 18 Jahren Gemüsehändler gewesen und habe in Wissembourg/Frankreich gewohnt Für Thorwald Dethlefsen war diese Berichterstattung wie ein Schock. Für ihn als einem der westlichen Vordenker der Reinkarnation stand nunmehr fest: solch detaillierte Auskünfte hypnotisierter Menschen über ihr früheres Leben können keine eigenen Phantasien sein.

Sie sind Hinweise auf die eigene Reinkarnation. Allerdings eröffne sich diese Erkenntnis nur aufgeschlossenen und reifen Menschen. Die anderen Menschen verharren in ihrem „unbewussten Abwehrmechanismus“. Diesen Leuten ihre Lebenslüge mit Gewalt zu entlocken, wäre nicht zu verantworten. Ist es Selbstbetrug, wenn es Zweifel daran gibt, dass eine Person oder ein Tier in unserem Körper steckt, welches früher einmal gelebt hat?

Taufe und Wiedergeburt

Etwa 6% der deutschen Bevölkerung ist überzeugt, dass sie als ein anderer Mensch nach ihrem Tod wiedergeboren werden (März 2002 chrismon-Umfrage). In der christlichen Lehre scheiterten alle Versuche, die Theorie der Wiedergeburt heimisch zu machen. Die Bibel und die Kirche versteht unter Wiedergeburt die Taufe, die alle Sünden abwäscht und ein radikal neues Leben schafft. (Titusbrief 3,5). Diese „Wiedergeburt hat nichts zu tun mit der Seelenwanderung durch verschiedene Körper. In den Religionen Buddhismus, Hinduismus und Jainismus wird die „Wiedergeburt“ als Seelenwanderschaft durch menschliche und tierische Körper angesehen.

Aber es gibt auch bei diesen Religionen keine einheitliche Reinkarnationslehre. Als ausgesprochen negativ gilt für Buddhisten und Hindus die Reinkarnation, anders denken die westlichen Esoteriker. Die Ersteren sehen es als Quälerei an, den Zustand der Seele zu erreichen, bei dem sie die leidvollen Bindungen an das Leben vergessen können. Wir wissen, dass keine Freude ewig dauert, es kein beständiges Glück gibt. In der Reinkarnation verstehen viele Esoteriker die Chance, sich zu vervollkommnen, sich zu einem höheren Wesen zu entwickeln. Zur Ergänzung, auch von jeder göttlichen Gnade unabhängig. Schon mal gelebt als Nebel, Halbedelstein oder Lava?

Auch Tiere melden in spiritistischen Sitzungen an, ein Mensch werden zu wollen. Ein früheres Leben als Hofhund gehabt zu haben, meldeten andere an. Dubios klingen solche Auskünfte von Menschen, die angeben, früher nacheinander Lava, Nebel, Halbedelstein oder gar eine Flechte gewesen zu sein. Für Christen ist das unglaubhaft. Bei ernsthafter Betrachtung ist in der Bibel kein Hinweis auf eine Wiedergeburt zu finden. Der Mensch hat seine Existenz nach dem christlichen Schöpfungsglauben allein Gott zu verdanken. Mit ihren Lasten, die sie selbst verursacht haben, schlagen sich die „Wiedergeborenen“ ein weiteres Leben lang herum. Sie müssen sich irgendwie selbst erlösen.

In dieser Spur lehnen die Buddhisten konsequent den Schöpfungsglauben der Christen ab. Die Anthroposophen unterscheiden bezeichnenderweise zwischen der Person und der Persönlichkeit (der wiederkehrenden) des Menschen. Die Christen dagegen sehen das Individuum als einmaliges Ebenbild Gottes. Ob den Christen das Leben leichter fallen würde, hätten sie mehr als nur eines? Diese Perspektive: neues Leben – neues Glück lässt sich mit Christen nicht vereinbaren. In der Bibel steht die Antwort: es gibt nur ein einziges Leben, ein einzigartiges.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 18.08.2010 - 00:00 Uhr
Kategorie: Medikamententester News