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Kopfschmerz - Magnetische Impulse können Migräne stoppen


US- Forscher haben bei einer klinischen Studie erfolgreich Migränepatienten mit Magnetwellen therapiert. Die Forscher sind der Meinung damit eine Alternative zu Tabletten gefunden zu haben. Vor den Augen Lichtflecke, in den Gliedern prickeln, und auch Probleme beim Sprechen – Es leiden etwa 25 – 35% der Migräne-Patienten an Aura. Erbrechen, Übelkeit, Geräusch- und Lichtempfindlichkeit – Eine Migräne hat auch weitere unangenehme Begleiterscheinungen wie z.B. stechende Kopfschmerzen. Bei dieser klinischen Studie haben die US-Wissenschaftler die Schmerzen von Migräne-Patienten mit magnetischen Impulsen lindern können.

Bei den insgesamt 267 Testpersonen traten Nebenwirkungen nicht auf berichteten die Forscher der britischen Wissenschaftszeitschrift Lancet Neurology. Diese nicht-invasive Technologie nennt sich Transkranielle Magnetstimulation. Bereiche des Gehirns werden mit starken Magnetfeldern stimuliert oder gehemmt. Diese Methode gilt schon länger als möglicher Ansatzpunkt gegen Tinnitus, Depression und Parkinson. Mediziner testen nun dieses Verfahren der Migräne-Therapie mit Probanden. Das Forscherteam um Richard Lipton vom Albert Einstein College of Medicine in New York therapierten Erkrankte mit der Magnetstimulation mit Einzelimpulsen oder mit einen Placebo, einer nicht wirksamen Methode. Die Patienten konnten sich selbst behandeln da die Impulse von handelsüblichen Geräten abgegeben wurden.

22% der Probanden in der Placebo-Gruppe gaben an keine Schmerzen mehr zu haben. Mit Hilfe der Magnetstimulation wurden jedoch 39% der Testpersonen von den Schmerzen befreit. – Also wesentlich mehr. Je früher die Magnetspulen bei beginnenden Schmerzen zum Einsatz kamen desto besser funktionierte die Schmerzbekämpfung. Für Patienten denen Medikamente nicht oder nur wenig helfen kann die Anwendung der Magnetstimulation ein großer Fortschritt sein nach Ansicht des Neurologen Hans-Christoph Diener vom Universitätsklinikum Essen. Zwar wurde die Therapie bisher nur an Patienten mit Aura erprobt aber möglicherweise kann auch Patienten ohne Aura geholfen werden. Zusammengefasst versteht man unter den Begriff Aura Symptome wie Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Prickeln in den Gliedern, Probleme beim Sprechen, Lichtflecken vor den Augen.

Neben Kopfschmerz haben etwa 20-30% der Migräne-Patienten solche Symptome. 6% der Männer und 18% aller Frauen leiden der Statistik nach in den USA und Westeuropa regelmäßig an Migräne. Wie sTMS auf das Gehirn wirkt lässt sich nur vermuten. Die elektrischen Abläufe im Gehirn könnten durch die magnetischen Impulse unterbrochen werden die einer Migräne mit Aura zugrunde liegen. Diener erläutert, dass in weiteren klinischen Studien überprüft werden soll ob mehrere Impulse den Erfolg noch steigern kann. Leider ist das Gerät noch zu groß das es in einer kleinen Damentasche transportiert werden könnte. Zum Mitnehmen in einer Aktentasche für das Büro passe es aber.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 27.03.2010 - 22:31 Uhr
Kategorie: Medikamententester News