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Krebsbehandlung mit Lasertechnik


Leverkusen. Im St. Remigius Krankenhaus Opladen wurde durch den Thoraxchirurgen Dr. Dirk R. Wassenberg ein neues Verfahren zur Behandlung von Lungenkrebs erfolgreich angewendet. Mit einem neuartigen Dioden-Laser gelang es dem Arzt, aus der Lunge Metastasen schonend und punktgenau herauszuschneiden. Bisher galt die weit verbreitete Meinung, dass man nicht mehr viel helfen könne, wenn der Krebs bereits gestreut hat.

Neue Hoffnung gibt eine neue Technologie, die Metastasen in der Lunge bekämpfen kann. Großes Vertrauen setzt Dr. R. Wassenberg in den neu entwickelten Dioden-Laser. Damit lassen sich Metastasen in der Lunge präzise entfernen ohne dass viel gesundes Lungengewebe zerstört werden muss, wie es bisher bei den herkömmlichen Operationsmethoden der Fall war. Im Vergleich zu den bisherigen Methoden braucht nur noch etwa ein Zehntel von gesundem Gewebe entfernt werden. Somit können auch die bisher als inoperabel geltenden Patienten behandelt werden.

Auf einer Wellenlänge von 1318 Nanometer arbeitet das leistungsstarke und gebündelte Licht des Lasers. Für das gut durchblutete Gewebe der Lunge ist das ideal. Mit dem Laser ist es möglich, fast gleichzeitig Schnitt, Blutstillung und Wundversiegelung durchzuführen. Der Chefarzt Dr. R. Wassenberg nennt weitere Vorteile des neuen Verfahrens: während einer Operation können ohne Schwierigkeiten bis über 20 Metastasen entfernt werden und zwar auch solche, die mit bloßem Auge oder auf dem CT-Bild nicht erkannt worden sind.

Der Chirurg tastet während der OP die Lunge mit seinen Fingern genau ab. So können auch Veränderungen von deutlich unter einem halben Millimeter entfernt werden. Eine Garantie kann die neue Methode nicht geben, aber Hoffnung. Leider können sich auch nach der Operation wieder neue Metastasen bilden. Dennoch sind die Chancen für die Patienten deutlich besser geworden, als nur allein mit einer Chemotherapie. Der Lungenchirurg Dr. Dirk R. Wassenberg leitet gleichzeitig das zertifizierte Darmzentrum St.Remigius in Leverkusen.

Das ist eine gute Verbindung, denn gerade Darmkrebs streut in die Lunge. So sind die Patienten des St. Remigius Krankenhauses Opladen selbst bei schwerem Verlauf der Krankheit gut aufgehoben. Ganz unabhängig davon, an welchem Krebs der Patient leidet, entwickelt jeder 3. Patient während seiner Erkrankung Lungenmetastasen. Nur bei einem Fünftel der Patienten ist außer der Lunge kein anderes Organ betroffen.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 04.10.2010 - 18:53 Uhr
Kategorie: Medikamententester News