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Medikamentenstudien: Für Probanden nicht ganz ohne Risiko


Möglichkeiten, sich etwas Geld hinzuzuverdienen, gibt es viele. Wer aber dem klassischen Nebenjob ausweichen möchte, nämlich abends angetrunkene Gäste in einer Kneipe zu bedienen, hat auch mit ungewöhnlichen Aufgaben die Möglichkeit, Geld in der Haushaltskasse klingeln zu lassen.

Bevor man nun einen Job als Bürohilfskraft oder Kellner annimmt wäre es eine Alternative, als Proband an Medikamentenstudien teilzunehmen. Diese werden üblicherweise vor der Markteinführung eines neuen Medikaments durchgeführt. Derartige Tests sind in Deutschland und in ganz Europa strengen Richtlinien ausgesetzt. So darf laut Arzneimittelgesetz ein Medikament erst dann am Menschen ausprobiert werden, wenn Tests an Zellkulturen und im Reagenzglas – oft jahrelang – erfolgreich waren, letztendlich auch an Tieren. Unerwünschte Nebenwirkungen dürfen sich nicht eingestellt haben.

Ganz ohne Risiko ist natürlich das Teilnehmen an solchen Tests nicht. Es kann nie ganz ausgeschlossen werden, dass auf gewisse Wirkstoffe der Mensch plötzlich eine unerwartete Reaktion zeigt. Da aber vorangegangene, umfangreiche Studien stattgefunden haben, ist ein Risiko von ungewollten Nebenwirkungen relativ gering. Mit dem vergleichsweise hohen Honorar kann man es durchaus verschmerzen.

Die Entscheidung dafür liegt letztendlich natürlich bei jedem selbst. Eine neue Medikamentenstudie dauert in der Regel sechs Wochen. Der Proband nimmt neben der Einnahme des neuen Medikamentes sechs Untersuchungen auf sich und kann dabei ca. 1.000 Euro verdienen. Das ist doch ziemlich lukrativ.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 04.03.2012 - 09:45 Uhr
Kategorie: Medikamententester News