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Neue medizinische Studien über Körperfett


Lebenslust, Daseinsfreude und Glücksgefühle hängen fest mit dem Anteil des menschlichen Körperfettes zusammen. Das sagen neue medizinische Studien aus. Das könnte bedeuten, dass die wissenschaftliche Medizin eine neue Erkenntnis im Zusammenhang von Korpulenz, der sog. Wampe und Speckrollen bekommen hat. Es ist überliefert, dass es bei der Venus von Willendorf, die in der frühen Spätsteinzeit lebte(so etwa 25.000 Jahre v. Chr.) und ziemlich rundlich gewesen sein soll, ein Zeichen von Reichtum und sexueller Lust war. Es ist bekannt, dass überschüssige Kalorien in Form von Fett im Körper gespeichert werden als Notreserve.

Die medizinische Forschung kommt zu der Erkenntnis, dass Körperfett auch seinen Zweck hat und nicht nur schädlich ist. Die Folgen von Übergewicht sind ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen, die Gelenke und Blutgefäße werden übermäßig belastet, es kann Diabetes auslösen. Ein Mensch von 170 cm Größe und 100 Kilogramm Gewicht mutet seinem Körper unbestritten zu viel zu und wie sieht es bei einer Person von 170 cm Größe und 80 Kilogramm aus? Das war bisher der zu erstrebende Wert. Wobei zu berücksichtigen ist, dass der Anteil von Körperfett abhängig von Alter und Geschlecht und ein gewisser Anteil lebensnotwendig ist.

Die neue medizinische Studie stellt sich die Frage, ob zu viel Körperfett wirklich so schädlich ist, wie bisher angenommen. Statistiken belegen, dass es einen Zusammenhang von Körpergewicht und Sterberisiko gibt. In der graphischen Darstellung verlaufen die Kurven in J- oder U-Formen. Relativ zeitig versterben Menschen bei Unter- oder Übergewicht – aber lange leben Menschen mit höherem Gewicht, also keinem größerem Übergewicht. Eine Medizinische Studie der USA untersuchte die Lebensläufe von über 80.000 Einwohnern und kam zu dem Ergebnis, dass Männer, die einen Body – Mass – Index ( BMI) von 25 bis 30 die längste Lebenserwartung haben, was eigentlich als Übergewicht eingestuft wird.

Die Studie wurde von Michael Freedman (National Cancer Institute Bethesda / Maryland) geleitet. Sterberisiko und BMI – hier sind noch vom Zusammenhang her viele Fragen offen. Dass Fettreserven für das Überleben wichtig sein können sagt eine medizinische Studie über die sehr seltene Fettkrankheit Berardinelli-Seip-Syndrom aus. Bei dieser Krankheit fehlen die Fettreserven und sie äußert sich vor allem im Gesicht in harten, maskulinen Zügen, die Blutfettwerte sind hoch. Es gibt kein Depot, welches das Fett aufnehmen kann und verbleibt im Blut. Dadurch wird von der Bauchspeicheldrüse sehr viel Insulin erzeugt, um andere Zellen zu „überlisten“, das Fett zu speichern.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 14.04.2010 - 09:33 Uhr
Kategorie: Medikamententester News