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Probanden für Training gegen Demenz werden gesucht


16.09.2010: Rostock/GNN/MVregio

Mediziner aus Rostock entwickelten eine neue Methode, um eine beginnende Demenz zu therapieren. Bei dieser neuen Behandlungsmethode steht die Gruppe im Mittelpunkt. Die Schwächen und Stärken werden hier bei jedem Betroffenen ausgelotet. Dann wird versucht, mit gezielter Förderung das Voranschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Die Gruppentherapie befindet sich noch in der Testphase, freiwillige Probanden sind willkommen.

Die Studie findet unter der Leitung von Professor Dr. Stefan Teipel (Rostocker Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums) statt. Er sagt, dass das Wichtigste einer Behandlung von beginnender Demenz das kognitive Training ist. Ein gezieltes Training der geistigen Fähigkeiten, so konnte nachgewiesen werden, hat sich bei einer Demenz im Anfangsstadium als wirkungsvoll gezeigt. Durch Gehirntraining wird das Fortschreiten von Demenzerkrankungs-Symptomen aufgehalten.

Diese neue Gruppentherapie wird von dem Rostocker Professor in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität in München und dem DZNE (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) durchgeführt. Die Therapie sieht folgendermaßen aus: Die Gruppe trainiert durch spezielle Aufgabenstellungen ihre Aufmerksamkeit. Körper- und Koordinationsübungen und Gedächtnisspiele kommen außerdem hinzu. Zu Hause können viele dieser Übungen weiter geübt werden.

Professor Teipel merkt an, dass man die Patienten durch Konzentration dahin bringen möchte, ihre Alltagsaufgaben zu meistern und gibt ihnen Hinweise, wie Veränderungen auszugleichen sind. Interessierte Probanden können sich noch bis Anfang Oktober im Rostocker Universitätsklinikum melden. Die Trainingsgruppen bestehen aus maximal zwölf Teilnehmern.

Ende Oktober soll mit der Arbeit begonnen werden.Die teilnehmenden Probanden werden auch im Kernspintomographen untersucht. Das dient zur Dokumentation des Therapieerfolges. Übrigens wurde diese Therapie gemeinsam mit Wissenschaftlern der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität unter Leitung von Frau Verena Buschert (Gerontopsychologin) entwickelt.

Unter der Telefonnummer: 0381/4944767 können sich Interessenten bei Esther Lau melden.

GNN-MVregio mv/hro


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 19.09.2010 - 21:41 Uhr
Kategorie: Medikamententester News