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Probanden werden für eine Naturheilkunde-Studie gesucht


Sinusitis-Patienten atmen Bienenstockluft ein

Das Rittergut Orr beherbergt ca. 100 Bienenvölker. Hier soll ab Mai eine Studie beginnen, bei der getestet wird, ob Bienenstockluft für Sinusitis-Geplagte hilfreich sein kann. Man erhofft sich von der breit angelegten Studie wissenschaftlichen Aufschluss über die Therapie mit Bienenstockluft bei chronischer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung). Die Studie findet in 50259 Pulheim-Orr, Auf dem Rittergut, Haus Orr 3, statt. Die fachärztliche Betreuung der an chronischer Sinusitis erkrankten Patienten übernimmt Dr. med. Claudia Lindner, Hals-Nasen-Ohrenärztin.

Fragen an den Professor für Wirtschaftswissenschaften im Gesundheitswesen Prof. Dr. Stefan Terkatz. Er wird die Studie statistisch auswerten und damit verbundene Folgerungen erarbeiten:

Herr Professor, welchen Hintergrund hat das Projekt?

An einer chronischen Sinusitis leiden viele Menschen. Die Behandlungsmöglichkeiten bestehen aus Nasenspülungen und -tropfen, Inhalationen oder auch Antibiotika-Gaben. Diese Therapieformen beruhen häufig auf chemischen Medikamenten, die wie bei Antibiotika Resistenzen sowie auch Nebenwirkungen hervorrufen können. Unsere Studie hat zum Ziel, mit einem neuen Behandlungskonzept die bisherigen Therapieformen komplementär zu unterstützen und zu ergänzen.

Ist es eine völlig neue Idee, Bienenstockluft zu inhalieren?

Nein. In Ländern Osteuropas zeigen erste Untersuchungen einen deutlichen Heilungs- oder zumindest Linderungserfolg. Man führt das auf die „natürlichen Antibiotika“, die in Bienenprodukten enthalten sind, zurück. Noch mangelt es allerdings an medizinischer Evidenz. Vor Beginn der Behandlung werden wir einen exakten Status medizinischer Art erheben, einschließlich der Befunde des behandelnden Arztes. Bayrische Imker beispielsweise, die auch Stocklufttherapie anbieten, dürfen jedoch keine Untersuchungen durchführen. Hingegen können wir mit Hilfe unserer HNO-fachärztlichen Begleitung nach jeder Behandlung den medizinischen Status erheben sowie dokumentieren.

Wie läuft das Verfahren ab? Ist eine Angst vor Bienenstichen berechtigt?

Keineswegs. Da sich die Bienenstöcke außerhalb des Hauses befinden, ist eine direkte Berührung ausgeschlossen. Die Beatmungsmaske ist besonders gesichert. Mit ihr wird die Atemluftzufuhr durch eine genau passende Fensterbohrung im Haus erfolgen. Während 10 Sitzungen atmet der Patient jeweils für 25 Minuten nur Luft, die aus dem Bienenstock kommt, ein. Durch die Inhalation werden die Patienten mit allen Inhaltsstoffen der Bienenprodukte versorgt. Die Darreichungsform entspricht einem Aerosol und hat auf Grund dessen einen extrem hohen Wirkungsgrad. Es kommen praktische keine Nebenwirkungen vor, jedenfalls sind keine bekannt.

Wenn Interesse besteht, wer kann an der Studie teilnehmen?

Für diese Studie werden ab sofort zunächst 30 Probanden gesucht, sie sollten über 18 Jahre alt sein. Eine fachärztliche Untersuchung, die vor Ort stattfindet, entscheidet über eine Teilnahme. Wenn Interessierte unter einer bekannten Bienengiftallergie oder anderen Unverträglichkeiten leiden, ist eine Teilnahme grundsätzlich nicht möglich. Ab sofort werden Anmeldungen entgegen genommen. Beginn: 1.Mai, die Vorrichtungen werden bis dahin installiert sein. Wir gehen flexibel auf Wunschtermine der Probanden ein.

Anmeldung: Dr. med. Claudia Lindner, Tel. 01 76 53 85 89 92. Täglich 8 bis 20 Uhr. Während der Studienteilnahme entstehen den Probanden keine Kosten.

 


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 04.05.2014 - 22:01 Uhr
Kategorie: Medikamententester News