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Rückerstattung der Aufwendungen für rezeptfreie Medikamente


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Gesetzliche Krankenkassen gewähren öfter als vermutet Rückzahlungen, selbst bei rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke, allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. Es lohnt sich daher, Kassenbons und Grüne Rezepte aufzubewahren.

Normalerweise zählen rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke nicht zu den Kassenleistungen. Dennoch zahlen viele gesetzliche Krankenkassen, nicht zuletzt aus Gründen des Wettbewerbs. Diese freiwillige Satzungsleistung ist seit 2012 erlaubt.

Immerhin 73 von 110 gesetzlichen Krankenkassen erstatten ihren Versicherten zumindest teilweise die Ausgaben für rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke, so die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. (ABDA).

Häufig werden Pflanzliche Mittel erstattet

Es sind dabei allerdings bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Eine Erstattung erfolgt am ehesten bei Vorlage eines Grünen Rezeptes, wenn der Arzt die Verordnung eines rezeptfreien Arzneimittels für sinnvoll hält. Die Kassen erstatten am häufigsten homöopathische, pflanzliche und anthroposophische Medikamente. Auch wenn Schwangere Magnesium, Eisen oder Folsäure verschrieben bekommen, zeigen sich darüber hinaus viele Krankenkassen großzügig.

Für die spätere Beantragung der Kostenerstattung rezeptfreier Medikamente sollten alle gesetzlich Krankenversicherten unbedingt die Grünen Rezepte und Kassenbons aufbewahren, empfiehlt der Deutsche Apothekerverband (DAV). Apotheker Stefan Fink als Selbstmedikationsbeauftragter des DAV meint: „Für Verbraucher ist das Grüne Rezept wirklich nützlich. Es ist einerseits eine Empfehlung des Arztes und für den Patienten eine Merkhilfe. Zum anderen kann man bei der Krankenkasse eine Kostenerstattung auslösen und in der Einkommensteuererklärung kann es als Belastungsnachweis dienen.“

Es gibt unterschiedliche Regelungen

Jede Krankenkasse handhabt die Erstattung anders, deshalb ist das Nachfragen einfach zwingend und lohnend. Beispielsweise gibt es oft einen Höchstbetrag von 100 Euro pro Jahr, oder man verlangt vom Versicherten eine Zuzahlung. Auf der Basis eines Grünen Rezeptes haben Apotheken im vergangenen Jahr laut ABDA-Angaben 47 verschiedene rezeptfreie Medikamente abgegeben. Rezeptfreie Medikamente bezeichnet man auch als OTC-Arzneimittel. OTC heißt „Over The Counter“, übersetzt „Über den Ladentisch“.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 26.08.2018 - 19:29 Uhr
Kategorie: Medikamententester News

 

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