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Schönheitswahn u.a. der Schauspielerin Cher löst Operationen für die Schönheit aus


Immer mehr Menschen wollen um jeden Preis schön und jung bleiben und unterziehen sich deshalb einer Schönheitsoperation. Das wird aber auch von vielen Deutschen kritisiert. Die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Cher erklärte in einem Interview, welches in der aktuellen FOCUS – Ausgabe veröffentlicht worden ist, dass sie dem Altwerden nichts Positives abgewinnen könne. Auch könne man sich noch so gut mit der Ernährung einrichten und sportlich aktiv sein oder das Gesicht mit Feuchtigkeitscremes einschmieren – automatisch lässt der Körper nach, so stellt die 64-jährige Cher fest. Sie führt ihre noch immer sehr attraktive Gestalt auf eine gesunde Lebensweise – weder Alkohol noch Drogen – zurück. Auch ihre „guten Gene“ könnten daran teilhaben. Wahrscheinlich kennt der Hollywood-Star ganz offensichtlich noch andere Methoden, um das natürliche Altern auszubremsen. So hat sie zugegeben, bei der Formung ihres Körpers sich einigen Schönheitsoperationen unterzogen zu haben. Diese betrafen ihr Gesicht und ihre Brüste.

Voll im Trend liegt die Oscar-Gewinnerin mit ihrem Wunsch, ihre eigene Erscheinung nicht einfach als gegeben hinzunehmen. So lassen sich immer mehr Menschen mit einer Operation verschönern. Man schätzt die Zahl der Schönheitsoperationen in Deutschland zwischen      500 000 bis einer Million. So erhöhte sich allein im vergangenen Jahr die Anzahl der  Faltenbehandlungen um 50%. Das wurde unlängst von der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie in Deutschland mitgeteilt. Von einem weiteren Interessenverband der Schönheitschirurgen, der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, wurden kürzlich die Jahresstatistiken veröffentlicht. Die ersten Plätze der am häufigsten gefragten Eingriffe nehmen demnach Fettabsaugungen, Operationen an der Brust und Lidstraffungen ein. Hier ist besonders die letztgenannte Behandlung bei Männern besonders beliebt. Das Alter der Patienten ist bemerkenswert: Im Jahre 2010 war jede Frau und jeder dritte Mann, die eine Schönheitsoperation an sich durchführen ließen, unter 30 Jahre alt.  Wie kommt es eigentlich, dass sich die Menschen immer weniger so akzeptieren, wie sie sind?  Das kann die Psychologin Ada Borkenhagen aus Leipzig erklären. Zum einen sind die Vorbilder daran schuld, die uns täglich durch die Medien vermittelt werden: Es sind immer gut aussehende Menschen, die uns im Fernsehen, von den Titelseiten großer Magazine und von jeder Litfaßsäule anlächeln. Als Zeichen von Erfolg gilt zum anderen auch heutzutage ein attraktives und jugendliches Aussehen. Dennoch wird von vielen Deutschen diese Entwicklung trotz steigender Nachfrage nach Schönheitsoperationen skeptisch betrachtet.

Bei einer aktuellen Umfrage wurde von mehr als der Hälfte der Befragten erklärt, dass derartige Operationen nur dann gerechtfertigt seien, wenn dadurch seelische oder körperliche Leiden vermindert werden könnten. Immerhin lehnte ein Sechstel der teilnehmenden Befragten grundsätzlich derartige Eingriffe ab. Auch warnen Kritiker derartiger Operationen vor gesundheitlichen Gefahren, die ja bei jeder Operation auftreten können. Auch weisen sie auf noch eine Gefahr hin: Denn hat jemand mit einer Schönheitsoperation erst einmal begonnen, möchte er seinen Körper weiter vervollkommnen, was weitere Operationen auslöst. Sie sollen den Traum vom perfekten Äußeren erfüllen. Der verstorbene Popstar Michael Jackson ist ein abschreckendes Beispiel. Durch zahlreiche Operationen an seinem Gesicht wurde dieses völlig entstellt.

Auch in Hollywoods Glitzerwelt gibt es Prominente, die operative Eingriffe an ihrem Körper ablehnen. So äußerte jüngst Angelina Jolie, dass sie kein Skalpell in die Nähe ihres Körpers lassen werde. Sie habe noch niemals etwas an sich verändern lassen und werde es wahrscheinlich auch zukünftig nicht tun. George Clooney verkündet gar (für ihn würde sich so manche Frau zum Schönheitschirurgen begeben): Er werde diesen verrückten Wahn nach Schönheit, den Zwang ewig jung zu bleiben, nicht unterstützen.


Von: Stefan Lübker
Veröffentlicht am: 25.01.2011 - 00:00 Uhr
Kategorie: Medikamententester News