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Schutzimpfung gegen Grippe / Grippeschutzimpfung


Wie jedes Jahr ab September beginnt wieder die Grippeschutzimpfung. Auch Schwangere sollten sich impfen lassen und können so ihr ungeborenes Baby schützen. Nach Meinung der Experten droht eine Impfmüdigkeit unter der Bevölkerung, nachdem die bedrohliche Schweinegrippe im vergangenen Jahr ausgeblieben ist. Der Virologe Peter Wutzler (Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten) vermutet, dass von vielen Menschen die Gefahren, die mit der Influenza-Erkrankung zusammenhängen, unterschätzt werden.

Er könne davor nur warnen. In den meisten Arztpraxen sowie in Gesundheitsämtern ist eine Schutzimpfung gegen die Virusgrippe (Influenza) bis etwa Februar möglich. Empfohlen wird sie in diesem Jahr erstmals auch Schwangeren. Wutzler meinte, es habe sich gezeigt, dass Schwangere bei einer ganz normalen Grippeerkrankung eine merklich höhere Komplikationsrate aufweisen. Die Antikörper werden aber an den Fötus weitergereicht, wenn die Mutter sich impfen lässt.

Wutzler betont weiter, dass es eine trügerische Sicherheit sei, aus dem leichten Grippeverlauf der letzten Saison eine Ungefährlichkeit abzuleiten. Er wies nochmals auf die weltweit tausenden Menschen hin, die bereits jährlich an den Folgen der Influenza gestorben sind. Das sollte man beherzigen und nicht vergessen. In Deutschland starben in der vergangenen Saison an der Virusgrippe laut Wutzler ca. 256 Personen. Der neue Impfstoff, der in diesem Jahr zum Einsatz kommt, enthält drei Virusstämme und schützt außerdem vor dem Virus der Schweinegrippe, der immer noch aktiv ist.

Somit ist eine zusätzliche Impfung wie im vergangenen Jahr nicht mehr nötig. Der optimale Zeitpunkt für die Impfung wäre in der Zeit von September bis November, da im Dezember die ersten Erkrankungen an der Influenza auftreten. Das Immunsystem braucht 10 bis 14 Tage, um einen wirksamen Schutz aufzubauen. Allerdings ist es für ältere Menschen günstiger, wenn sie erst Ende Oktober einen Impfschutz erhalten. Bei ihnen hält der Schutz vor der Influenza meist nur bis zu fünf Monate an. Wenn sie bereits im September geimpft werden, reicht es nicht für die gesamte Grippesaison. In Sachsen-Anhalt ist die Grippeschutzimpfung bereits angelaufen.

Dr. Henning Friebel, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalts gab die Information bekannt, dass sich die ersten Mitarbeiter der Ärztekammer der Impfung unterzogen haben. Die Impfung wird auch all denjenigen Personen empfohlen, die beruflich einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder die wiederum die Infektion auf andere Personen weitergeben könnten. Das betrifft vor allem das medizinische Personal, die Polizei, die Feuerwehr und Lehrkräfte. Es sind auch Personen, die mit viel Publikumsverkehr zu tun haben, gefährdet. Auf die kommende Grippeschutzimpfung sind jedenfalls die Ärzte in Sachsen-Anhalt bestens vorbereitet. In den Arztpraxen ist genügend Impfstoff vorhanden.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 13.09.2010 - 20:49 Uhr
Kategorie: Medikamententester News