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Studie zur Mundgesundheit


Im Oktober 2013 startete nach sieben Jahren erneut eine große Studie über die Mundgesundheit der Deutschen. Es beteiligten sich 89 Kommunen, auch Reutlingen war diesmal dabei.

Im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer wurde in diesen Tagen zum ersten Mal die Stadt Reutlingen von der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS) aufgesucht. Sie arbeitet daran, herauszufinden, wie gesund die Zähne der Deutschen sind und von welchen Faktoren die Mundgesundheit beeinflusst werden kann. Alle 7 bis 8 Jahre werden die Daten vom Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) zusammen mit der Münchener Firma Kantar Health ermittelt.

Von Oktober 2013 bis Juli 2014 sind 4 mobile Teams in 90 Gemeinden ganz Deutschlands unterwegs. Unter ihnen befinden sich ein Zahnarzt, eine Interviewerin und eine Kontaktperson. Per Zufall werden die teilnehmenden Ortschaften ausgewählt, ebenso die Probanden.

So wurden in Reutlingen insgesamt 111 Personen ab 12 Jahre um ihre Teilnahme gebeten. Die Mitarbeiterin und Interviewerin von Kantar Health, Jutta Gesk, erläutert, dass mindestens 55 Auswertungen für eine aussagekräftige Statistik nötig seien. Sie kümmert sich mit großem Elan um Telefonkontakte mit zukünftigen Probanden, weil es ihr Spaß macht, immer wieder neue Menschen kennen zu lernen.

Zunächst wurden die Testpersonen schriftlich informiert. Peter Brietsche fungierte als Kontaktperson für die Testpersonen vor Ort und sagte, dass viele der Studie sofort zustimmten, aber auch andere skeptisch waren. In diesen Fällen versuchten Jutta Gesk die Testpersonen telefonisch oder per Hausbesuch von Brietsche zur Teilnahme an der Studie zu gewinnen. Peter Brietsche erlebte eine große Offenheit gegenüber der Studie von den Menschen aus Reutlingen. Sie waren sogar bereit, einen längeren Weg zum Umweltbildungszentrum Listhof auf sich zu nehmen, der etwas außerhalb der Stadt liegt. Daran sehe er, dass die DMS-Studie den Menschen wichtig ist, sagt Brietsche lobend.

Für den Empfang der Probanden im Umweltbildungszentrum war Jutta Gesk zuständig. Manche brachten ihre ganze Familie mit, aber das Reutlinger Team war für derartige Situationen gerüstet. Im Empfangsraum wurde den Angehörigen die Wartezeit mit Tee, Kaffee und Keksen verkürzt, die Kinder konnten malen.

Geske hatte von den Reutlingern einen positiven Eindruck: Sie waren freundlich, aufgeschlossen und pünktlich, insgesamt ein tolles Publikum. Sie half den Probanden beim Ausfüllen der Fragebögen. Jede Altersgruppe erhielt einen speziellen Fragebogen: 12jährige Kinder, 15jährige Jugendliche, Erwachsene 35 bis 44 Jahre und ab 75 Jahren. Es mussten Fragen über Essgewohnheiten und Lebensweise, Zahnpflege und Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt von den Probanden beantwortet werden. Flunkern wurde von der Zahnärztin Nikola Sprehe nicht toleriert, sie war für den Untersuchungsteil zuständig. Es wurden der Zahnhalteapparat, die Schleimhäute und Zähne der Probanden begutachtet.

Bei den Senioren achtete Sprehe dabei auf Parodontitis und Karies sowie auf Schleimhautveränderungen. Die Probanden wurden auf Defizite hingewiesen aber nicht behandelt. Ratschläge zur Mundpflege wurden bei Bedarf gegeben. Sie hatte den Eindruck, dass die Menschen Reutlingens medizinisch sehr gut versorgt seien. Sie kümmerten sich um ihre Mundgesundheit, Karies gebe es kaum.

 


Von: Stefan Lübker
Veröffentlicht am: 08.12.2013 - 13:17 Uhr
Kategorie: Medikamententester News