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Warum ausgerechnet eine Droge zum Heilsbringer aller Depressiven werden könnte


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Schwarz. Das ist die Farbe, in die sich die Seele hüllt, wenn der Teufel Depression zuschlägt. Vielmehr eine Nicht-Farbe – so tot wie die Hoffnungen der Betroffenen. Ein düsterer und bleiern-schwerer Vorhang, der die Freude, das Lachen, die Zuversicht des Menschen in Ketten legt.

Was immer mehr Menschen weltweit einem unvorstellbaren Leidensdruck aussetzt, beschäftigt die Pharmaindustrie seit Jahrzehnten – mit mäßigem Erfolg. Doch nun soll ausgerechnet eine Partydroge das ersehnte Heilversprechen erfüllen: Ketamin wird derzeit als Wunderwaffe gegen Depressionen gehandelt.

Doch wie kommt es, dass dieses weiße kristalline Pulver, das in der Drogenszene unter anderem als „Kitty“ oder „Fiction“ verkauft und unter Medizinern als solches verteufelt wird, plötzlich bei Psychiatern Begeisterungsstürme auslöst? Tatsächlich ist Ketamin in der angewandten Medizin kein völliger Neuling. Als Narkosemittel leistet es in der Anästhesie schon seit geraumer Zeit gute Dienste. Doch dass Ketamin auch mit der Behandlung von Depressionen in Zusammenhang gebracht wird, ist erst seit 2006 der Fall. Damals startete der Arzt Carlos Zarate vom National Institute of Mental Health ein Experiment: Er verabreichte seinen Patienten das Ketamin in sehr geringen Dosen intravenös und konnte beobachten, wie der Wirkstoff bei rund 71 Prozent der Probanden nach wenigen Stunden die depressiven Symptome scheinbar aufzulösen schien. Und damit deutlich schneller und effektiver als alle herkömmlichen Antidepressiva. Es war der Anstoß zu einer regelrechten Flut klinischer Folgestudien, die vor allem in den USA und England vorangetrieben wurden. Die Resultate scheinen überzeugend: Der Erfolgsquotient lag jeweils bei mindestens 50 Prozent.

Inzwischen ist die Ketamin-Trendwelle auch nach Deutschland übergeschwappt. Zehn hiesige Zentren werden in naher Zukunft Ketamin an Depressiven ausführlich testen. Neu ist dabei vor allem die Darreichungsform: Statt per Infusion soll die Substanz nun nasal aufgenommen werden. Das vereinfache die Behandlungsmethode.

Steht damit womöglich ein Durchbruch im Kampf gegen Depressionen kurz bevor? Ein wenig dämpfen muss man die Euphorie schon. Bisher noch ziemlich im Trüben fischt man nämlich, was die Langzeitwirkung von Ketamin angeht. Bei manchen scheinbar erfolgreich therapierten Patienten wurden auch wieder schwere Rückfälle beobachtet. Handelt es sich hier um Ausnahmen? Oder um die Regel einer Behandlungsmethode, die nur ein Strohfeuer vorübergehender Besserung ist? Das gilt es noch zu klären.

Bis dahin müssen Betroffene noch auf die herkömmlichen Methoden im Kampf gegen die Finsternis zurückgreifen. Neben invasiven Eingriffen wie der Elektrokrampftherapie und der tiefen Hirnstimulation gibt es ein Arsenal an Anti-Depressiva, unter denen es oft nicht leicht ist, dass passende Mittel ausfindig zu machen. Deutlich leichter kann sich helfen, wer nur unter leicht depressiven Verstimmungen leidet. Hier zeigt sich die natürliche Heilwirkung von Johanniskraut als Schlüssel zu mehr Leichtigkeit und Lebensfreude. Auch ohne Rezept beispielsweise unter https://www.apomio.de/ bestellbar, hilft es sanft und gänzlich frei von Chemie dem Schwarz seine bleiernen Ketten zu entreißen.


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 09.03.2015 - 08:35 Uhr
Kategorie: Medikamententester News