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Alkoholabhängigkeit infolge traumatischer Kindheitserfahrungen


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Probandenaufruf

Die Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) sucht Männer und Frauen mit oder ohne traumatische Kindheitserfahrungen (wie z. B. körperliche Gewalt im Haushalt, lange Unsicherheitsphasen während der Kindheit, emotionale oder körperliche Vernachlässigung) zu einer Studie über den Einfluss traumatischer Kindheitserfahrungen auf die Entstehung einer Alkoholabhängigkeit.

Bei manchen Menschen können negative oder traumatische Kindheitserfahrungen Veränderungen in biologischen Vorgängen und der Emotionsverarbeitung auslösen. Dadurch kann eine Substanzgebrauchsstörung wie beispielsweise Alkoholabhängigkeit begünstigt werden.

Weltweit führt eine Alkoholabhängigkeit zu starken Einschränkungen im Leben der Betroffenen und innerhalb der Gesellschaft. Es wurde allerdings in diesem Umfang bisher noch nicht erforscht, in welchem Maße traumatische Kindheitserfahrungen zu Entstehung und Beibehaltung einer Alkoholabhängigkeit beitragen und welche neurobiologischen, psychosozialen aber auch genetischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen.

Kann man diese Zusammenhänge besser verstehen, lassen sich auch Prävention und Therapie von Alkoholabhängigkeit deutlich verbessern.

Mittels moderner Forschungsmethoden wie der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT, auch Kernspintomograph) wollen wir den Einfluss traumatischer Kindheitserfahrungen auf die Entstehung einer Alkoholabhängigkeit untersuchen.

Teilnahmebedingungen:

Sie sollten

· zwischen 18 und 65 Jahren alt sein
· keine schwerwiegenden körperlichen oder psychiatrischen Erkrankungen aufweise
· keine Metallimplantate oder Platzangst haben (fMRT-Untersuchung!)

Weiterhin werden gesucht

· Teilnehmer mit einer bekannten Alkoholabhängigkeit oder welche wöchentlich an mindestens 5 Tagen größere Alkoholmengen konsumieren (Männer 1,5 Liter Bier/600ml Wein, Frauen 1 Liter Bier/400ml Wein pro Tag oder vergleichsweise andere alkoholische Getränke), mit oder ohne Traumata
· Gesunde Teilnehmer ohne traumatische Kindheitserfahrungen

Ablauf:

Zum Bekanntmachen der Studie und Abklärung der Teilnahmekriterien erfolgt zunächst ein ca. 20-minütiges Telefon-Screening. Fällt dieses positiv aus, folgen zwei Termine mit insgesamt ca. sieben Stunden Dauer. Dabei geht es zum Einen mit Interviews und Fragebögen um Studienaufklärung und psychologische Diagnostik während etwa vier Stunden. Zum Zweiten wird während ca. drei Stunden eine funktionelle Magnetresonanztomographie-Messung (Kernspin) durchgeführt, davon MRT-Aufenthalt ca. eine Stunde.

Am ersten Termin informiert man Sie mündlich und schriftlich über die Studie. Es folgen nach Ihrer Einwilligung Fragen zu Ihrer psychischen Gesundheit und Ihrem Alkoholkonsum. Es wird eine Blutentnahme, ein Drogen-Urintest und ggf. ein Schwangerschaftstest durchgeführt. Von den Ergebnissen dieser Voruntersuchung wird Ihre weitere Teilnahme an dieser Studie abhängen. Sind alle Teilnahmekriterien erfüllt und Sie stimmen einer Teilnahme zu, erhalten Sie weitere Fragebögen zu Ihrer psychischen Gesundheit, Ihrem Alkoholkonsum und zu weiteren Persönlichkeitseigenschaften. Zudem werden Sie gebeten, mit Hilfe eines Wattebausches Speichelproben zu entnehmen.

Am zweiten Termin erfolgt ein erneuter Drogen-Urin- und ggf. Schwangerschaftstest. Danach findet die fMRT-Untersuchung statt. Erfasst wird dabei Ihre Gehirnstruktur, Ihre Gehirnaktivität sowohl in Ruhe als auch bei der Bearbeitung von verschiedenen Aufgaben. Während der Untersuchung werden auch Speichelproben entnommen. Es sind auch nochmals Fragebögen zu bearbeiten. Während der Studie erhalten Sie keine Kontrastmittel oder Medikamente.

Wir bieten Ihnen für die vollständige Teilnahme an der Studie eine Aufwandsentschädigung von 85 € an.

Die Ergebnisse der wissenschaftlich fundierten Untersuchungen werden unter Wahrung des Datenschutzes und der ärztlichen Schweigepflicht von uns streng vertraulich behandelt.

Kontakt:

Email: aces@zi-mannheim.de
Tel.:  0621 1703-6950

Bitte teilen Sie uns Ihren Namen, Ihre Rufnummer sowie bevorzugte Zeiträume für den Rückruf mit. Wir rufen Sie gerne zurück!

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin
Arbeitsgruppe Neuroimaging abhängigen Verhaltens

J 5, 68159 Mannheim


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 09.01.2019 - 18:46 Uhr
Kategorie: Mannheim