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Studie: Medikamente beeinflussen Fahrtüchtigkeit


Mit zunehmendem Alter nehmen immer mehr Menschen verschiedene Medikamente zu sich und benutzen dann noch ihr Auto. Ob das eine gute Kombination ist, versucht das Klinikum Nürnberg mit einer Studie herauszufinden.

Durchschnittlich bis zu sechs Medikamente nehmen über 65-Jährige regelmäßig ein. Laut Pressemeldung des Klinikums sind auch 15 Medikamente keine Seltenheit. Diese sollen beispielsweise gegen Depression, Bluthochdruck oder schmerzende Schultern helfen. Die Tabletten haben jedoch neben den gewünschten manchmal auch andere, unerwünschte Wirkungen. Besonders, wenn man mehrere andere Pillen gleichzeitig einnimmt. Ärzte bezeichnen das als Mehrfachmedikation oder Polypharmazie. „Das betrifft meist Menschen älterer Generation und birgt für die Patienten große Risiken“, so Prof. Markus Gosch als Chefarzt für Altersmedizin des Klinikums Nürnberg.

Der Hinweis auf dem Beipackzettel ist natürlich bekannt, dass das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges durch die Einnahme des Medikamentes beeinträchtigt werden kann. Die meisten lassen ihr Auto auch stehen, wenn sie starke Beruhigungstabletten eingenommen haben, soweit das allgemeine Verständnis. Es gibt aber auch oft vermeintlich harmlose Tabletten, für die das nicht gilt. Auch wird das Risiko von Wechselwirkungen häufig unterschätzt. So kann sich bereits ein kleines Glas Wein negativ auf manches Medikament auswirken.

Senioren verursachen allerdings wenig Unfälle

Für viele Menschen hat Autofahren etwas mit Autonomie zu tun. „Ältere bauen relativ wenige Unfälle“, so Prof. Frieder Lang, er ist Leiter des Psychogerontologie-Institutes der Universität Erlangen-Nürnberg. Aber wenn sie mehrere Medikamente zusammen einnehmen, können Depressionen, Schwindel oder Muskelschwäche auftreten. Vielen ist auch gar nicht bekannt, was für Tabletten sie eigentlich genau schlucken.

Wechselwirkungen von Tabletten und deren Auswirkungen auf Autofahrer sind bisher kaum erforscht worden. Das soll sich durch eine Studie ändern. Ein Forscherteam aus Wissenschaftlern des Zentrums für Altersmedizin im Klinikum Nürnberg und des Instituts für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg arbeiten in den nächsten Monaten daran , um herauszufinden, wie durch Medikamentencocktails die Fahrtüchtigkeit beeinflusst wird. Es werden für die Studie noch Probanden gesucht. Aktive Autofahrer, die älter als 75 Jahre sind und täglich Medizin einnehmen, können teilnehmen. Über ihre Medikation erhalten sie eine ausführliche Beratung und nehmen an einem Fahrtest teil.

Weitere Informationen unter 5302-961 15 oder per E_Mail  ipg-bega@fau.de


Von: Stefan Lübker / Probanden-Online.de
Veröffentlicht am: 17.06.2018 - 10:18 Uhr
Kategorie: Medikamententester Forum, Nürnberg

 

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